
Die Kleine Feder
In den späten 1990er Jahren war das Kinderbüro in Bochum eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen. Kinder fanden dort Unterstützung bei schulischen oder familiären Problemen sowie Anregungen für Freizeit und Spiel.
Unter der Leitung von Peter Schneller verfolgte das Kinderbüro zugleich ein weitergehendes Ziel: die Entwicklung einer kinderfreundlichen Stadt. Themen wie sichere Radwege, die Gestaltung von Spielplätzen und die Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse im urbanen Raum standen im Fokus.
Ein fester Bestandteil der Arbeit war die Kinderredaktion. Wöchentlich trafen sich Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren, um lokale Themen journalistisch aufzubereiten. Die Beiträge wurden für das damalige Lokalradio „Ruhrwelle Bochum“ produziert und in der Sendung „Wundertüte“ ausgestrahlt.
Die Redaktion bot früh Einblicke in journalistische Arbeitsweisen. Interviews mit Persönlichkeiten aus Sport und Politik gehörten ebenso dazu wie die kindgerechte Einordnung lokaler Ereignisse.
Aus diesem Umfeld heraus entstand später mit „Die Kleine Feder“ eine der ersten Kinderzeitungen in Bochum im Printformat.
Sowohl das Kinderbüro als auch die Radiosendung existieren heute nicht mehr. Mit dem Projekt „Die Kleine Feder“ greift das Bochum Journal die Idee erneut auf und schafft ein Angebot, das Kindern wieder eine eigene mediale Stimme geben soll.
