Beitrag: ROTTSTR 5 Theater reduziert Spielbetrieb drastisch
Theater Rottstr 5

(c) Rottstr 5 Theater

Nach Wegfall einer zentralen Förderung steht das freie Theater in Bochum vor einer ungewissen Zukunft. Der Betrieb wird auf ein Minimum heruntergefahren.

Das ROTTSTR 5 Theater schränkt seinen Spielbetrieb deutlich ein. Grund ist der überraschende Wegfall einer mehrjährigen Projektförderung. Das Haus sieht sich zu einem Notbetrieb gezwungen. Künftig sollen nur noch wenige Vorstellungen und Konzerte pro Monat stattfinden. Die langfristige Perspektive bleibt offen.

Das Theater finanziert sich nach eigenen Angaben zu rund 80 Prozent aus Eigenmitteln. Ein großer Teil stammt aus Ticketverkäufen. Öffentliche Unterstützung erhält die Bühne bislang nur in Form eines Betriebskostenzuschusses der Stadt Bochum. Fällt eine zusätzliche Förderung weg, wirkt sich das unmittelbar auf den gesamten Betrieb aus.

Seit der Gründung vor rund 15 Jahren basiert die Finanzierung auf jährlich neu zu beantragenden Projektmitteln. Diese Struktur gilt als anfällig. Mit dem aktuellen Wegfall einer Förderung gerät die Existenz des Hauses in Gefahr.

Vergleich mit anderen Häusern

Nach Darstellung des Theaters erhalten vergleichbare Einrichtungen teilweise deutlich höhere institutionelle Zuschüsse. Trotz geringerer Besucherzahlen und geringerer überregionaler Bekanntheit lägen die Fördermittel dort vielfach über dem Niveau in Bochum.

Die Entscheidung für den eingeschränkten Betrieb beschreibt das Theater als notwendigen Schritt. Ziel sei es, Zeit zu gewinnen. In dieser Phase sollen Gespräche mit Stadt und Land eine Perspektive eröffnen.

Gleichzeitig betont die Leitung, den Betrieb nicht aufgeben zu wollen. Ob eine Fortführung über das laufende Jahr hinaus möglich ist, hängt von politischen Entscheidungen und finanziellen Zusagen ab.

Appell an Publikum und Öffentlichkeit

Das Theater ruft zur Unterstützung auf. Neben Spenden setzt das Haus vor allem auf öffentliche Aufmerksamkeit. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, Vorstellungen weiterhin wahrzunehmen und auf die Situation aufmerksam zu machen.

Auch Kontakte zu politischen Institutionen werden als mögliche Unterstützung genannt. Ziel bleibt der Erhalt des Spielbetriebs in Bochum.

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