
Weltkriegsbombe – Zünder
Bei Sondierungsarbeiten in Bochum-Marmelshagen wurde ein Kampfmittelverdachtspunkt entdeckt. Am Dienstag, 10. März, erfolgt die Öffnung der Fundstelle durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst.
Im Rahmen geplanter Bodenuntersuchungen am Marmelshagen ist ein verdächtiger Gegenstand in rund zwei Metern Tiefe lokalisiert worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden diesen Punkt am kommenden Dienstag kontrollieren, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen unmittelbar Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet werden, gefolgt von einer Entschärfung noch am selben Tag. Die Stadt Bochum bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Die genauen Radien für eine mögliche Evakuierung stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
Evakuierungsumfang von Bombengröße abhängig
In welchem Ausmaß Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen müssen, hängt maßgeblich von der Art und Größe des möglichen Fundes ab. Erst nach der physischen Freilegung des Objekts können die Experten beurteilen, welcher Sicherheitsradius für eine gefahrlose Entschärfung notwendig ist. Dies bedeutet für die Menschen im direkten Umfeld des Marmelshagens, dass sie sich vorsorglich auf eine zeitweise Räumung ihrer Wohnungen am Dienstag einstellen sollten. Die Stadtverwaltung koordiniert hierfür bereits die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt.
Sobald gesicherte Erkenntnisse über den Fund vorliegen, wird über die notwendigen Sicherheitszonen entschieden. Die Einsatzkräfte werden im Falle einer Evakuierung vor Ort informieren und die betroffenen Bereiche absperren. Für Personen, die ihre Wohnungen nicht eigenständig verlassen können oder keine alternative Unterkunft für die Dauer der Entschärfung haben, werden im Bedarfsfall entsprechende Betreuungsstellen eingerichtet. Die Stadt bittet um Verständnis für die kurzfristige Natur dieser Maßnahmen, die der Sicherheit der Bevölkerung dienen.
Stadt bittet um erhöhte Aufmerksamkeit
Die Stadt Bochum fordert die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, am Dienstag aufmerksam die offiziellen Informationskanäle zu verfolgen. Aktuelle Entwicklungen werden kontinuierlich über die Warn-App NINA, den städtischen WhatsApp-Kanal sowie die Social-Media-Präsenzen der Stadt geteilt. Auch auf der offiziellen Homepage der Stadtverwaltung werden alle relevanten Details zum Fortgang der Arbeiten am Marmelshagen bereitgestellt. Es wird empfohlen, diese Quellen regelmäßig zu prüfen, um über mögliche Sperrungen im Straßenverkehr oder den Beginn von Evakuierungen informiert zu sein.
Zusätzlich zur digitalen Information wird die Stadt bei einer bestätigten Gefahr weitere Kommunikationswege nutzen, um die Anwohner direkt zu erreichen. Ziel ist es, die Beeinträchtigungen für den Alltag so gering wie möglich zu halten, während die Sicherheit oberste Priorität hat. Die Sondierungsarbeiten sind Teil der routinemäßigen Überprüfung von Baugebieten auf Kampfmittelrückstände. Da der Fundort am Marmelshagen nun konkretisiert wurde, ist die Kontrolle am Dienstag der notwendige nächste Schritt, um jegliche Gefahr durch alte Munitionslasten auszuschließen.
