Beitrag: Wille schlägt Effizienz
Callum Marshall jubelt nach dem Tor

(c) Sebastian Sendlak

Bochum gewinnt gegen Kaiserslautern 3:2

Im Topspiel der 2. Bundesliga gewann gestern Abend der VfL Bochum gegen den 1. FC Kaiserslautern 3:2. Die Hausherren, die nach dem missglückten Spiel in Düsseldorf eine deutliche Leistungssteigerung zeigten, gingen im ersten Durchgang früh in Führung (9.) und dominierten das Fluchtlichtspiel. Doch die Gäste aus der Pfalz glichen aus (30.) und hatte die Chance zur Führung (45.). Im zweiten Durchgang konnte Kaiserslautern das Spiel sogar komplett drehen (50.). Aber Bochum kämpfte sich zurück (67. Minute) und drehte kurz danach das Spiel erneut zur 3:2 Führung (69. Minute), welche bis zum Ende (90+6) hielt.

Zu Beginn des Spiels setzte der VfL eine erste Duftmarke in der 7. Minute: Allerdings stand Alfa-Ruprecht bei seinem Tor klar im Abseits. Zwei Minuten später machte es aber Hofmann besser und erzielte nach punktgenauer Wittek-Flanke die Bochumer Führung. Die Gäste aus der Pfalz brauchten ein paar Minuten, um sich vom frühen Nackenschlag zu erholen und hatten Glück, als in der Oneyka das zweite VfL-Tor zwei Mal verpasste (20./ 25. Minute).

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Bochum hatte zu diesem Zeitpunkt das Spiel unter Kontrolle, leistete sich aber immer wieder auch Ungenauigkeiten und individuelle Fehler, so dass die Gäste mit ihrer zweiten Chance in der 30. Minute durch Basette zum 1:1 überraschend ausgleichen konnten.

Bochum setzte weiterhin die Akzente, aber Kaiserslautern wartete auf Konterchancen und verpasste in der 45. Minute die Führung durch Redondo, was sich auch in der Nachspielzeit (2 Minuten) nicht änderte. Halbzeitstand: 1:1, wobei die Hausherren das Spiel größtenteils im Griff hatten, aber ihr Chancenplus nicht nutzen konnten.

Halbzeit: Bochum nutzt sein Chancenplus nicht

Zu Beginn der zweiten Hälfte war es wieder die Hausherren, die den ersten Akzent setzten. Myoshi verpasste knapp (47. Minute), dafür schlugen die Gäste zu: Ritter (50.) traft zum 1:2 aus spitzem Winkel sehenswert. Kurz danach stand Skyttä im Abseits, als er das vermeintliche 1:3 erzielte. Dieses Mal war es der VfL, der sich nach dem Nackenschlag schütteln musste, aber es weiter versuchte (Myoshi, 57.).

In der 62. Minute gab es dann die wahrscheinlich spielentscheidene Szene, bei der Schiedsrichter Burda im Mittelpunkt stand. Nach einer Tätigkeit an Olsen und einer anschließenden Rudelbildung vor der Bochumer Trainerbank zeigte Burda nur die gelbe Karte für Lauterns Basette. Eine Szene, die das Spiel nachhaltig veränderte, da das Vonovia-Ruhrstadion nun „brannte“ und die VfL – Fans ihre Mannschaft anpeitschten.

Bochum antwortete spielerisch und erzielte nach Vorarbeit von Myoshi durch Marshall den 2:2 Ausgleich (67. Minute). Und zur zwei Minuten später erzielte Pannewig die vielumjubelte 3:2 Führung für den VfL (69. Minute). Doch Kaiserslautern gab sich nicht geschlagen, das Momentum lag aber jetzt beim VfL, die ihre Fans in der Ostkurve wie eine Wand im Rücken hatten.

In der Nachspielzeit (90+6) hatten beide Mannschaften noch große Torchancen (Marshall für den VfL und Skyttä für Lautern). Am Ende blieb es beim 3:2 für den VfL, ein Sieg des Willens gegen die Effizienz.

Rösler: Die Mannschaft hat nach Düsseldorf eine Reaktion gezeigt

VfL – Chefcoach Uwe Rösler sagte in der Pressekonferenz nach dem mit 26.000 Zuschauern ausverkauften Spiel im VONOVIA-Ruhrstadion: „Das Spiel war eine gute Werbung für die 2. Liga. Die Mannschaft hat nach Düsseldorf eine Reaktion gezeigt und wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die heute die Zweikämpfe gesucht, Pressing gespielt und eine gute Intensität gegen den Ball gezeigt hat.

Spieler und Trainer loben den Support durch die VfL – Fans

Auf Bochum-Journal- Frage sagte Uwe Rösler: „Wir haben die Fans auf unsere Seite gezogen, ohne die Fans hätten wir es heute nicht geschafft.“ In die gleiche Kerbe schlug auch VfL – Torhüter Timo Horn, der in der „Mixed-Zone“ betonte, dass der Support der Fans – auch schon beim Auswärtsspiel in Düsseldorf – wieder herausragend war.

Für den VfL Bochum, der jetzt 32 von den anvisierten mindestens 40 Punkten auf der Habenseite hat, geht es nächste Woche Samstag – ebenfalls als Topspiel der 2. Bundesliga – nach Berlin zu Herta BSC. Kaiserslautern empfängt am nächsten Sonntag Karlsruhe.

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