Beitrag: Parken und Verkehrssicherheit: Politische Debatten im Bochumer Westen
Bewohnerparken und bewirtschaftetes (Parkscheibe) Parken an der Hattinger Strasse

(c) Jens Matheuszik

Bewohnerparken im Ehrenfeld und sichtbare Fahrbahnmarkierungen standen im Fokus der Ausschüsse. SPD und CDU setzen unterschiedliche Akzente.

In der vergangenen Woche haben verkehrspolitische Themen die Diskussion im Rathaus geprägt. Im Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur ging es erneut um das Konzept zum ruhenden Verkehr. Die SPD Bochum-Ehrenfeld fordert eine zügige Umsetzung des Bewohnerparkens im Westen des Ehrenfelds. Die CDU Bochum lenkt den Blick auf die Sichtbarkeit von Fahrbahnmarkierungen. Beide Themen betreffen den Alltag vieler Menschen in der Stadt.

SPD: Bewohnerparken im Westen zusammenführen

Aus Sicht der SPD steht fest, dass die Interessen der Anwohner im Ehrenfeld im Mittelpunkt stehen müssen. Positiv bewertet wird die Anpassung im westlichen Bereich rund um das Bergmannsheil. Dort war ursprünglich ein dritter Bewohnerparkbereich vorgesehen.

Durch eine Änderung des Verkehrsrechts sind inzwischen größere zusammenhängende Bereiche möglich. Statt einer zusätzlichen Zone soll der südwestliche Teil nun in den bestehenden Bereich Ehrenfeld-West integriert werden. Eine Aufteilung werde damit vermieden, so die Sozialdemokraten.

„Für uns ist entscheidend, dass das Bewohnerparken praktikabel und nachvollziehbar ausgestaltet wird“, erklärt Jens Matheuszik. Zugleich fordert die SPD Tempo bei der Umsetzung der beschlossenen zweiten Stufe des Gesamtkonzepts.

Kritik an Verzögerungen im Ausschuss

In der Sitzung am 26. Februar sei aus Sicht der SPD erneut Zeit verloren gegangen. Eine Entscheidung zu einem Bürgerantrag zur Akademiestraße und zum Lohring wäre möglich gewesen, so Matheuszik. Andere Fraktionen hätten jedoch weiteren Beratungsbedarf angemeldet.

Die SPD verweist darauf, dass sie bereits in der vergangenen Wahlperiode auf eine zügige Umsetzung des Konzepts gedrängt habe.

CDU: Markierungen bei Regen besser erkennbar machen

Die CDU setzt einen anderen Schwerpunkt. Ratsfrau Carolin Pesch berichtet von Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Viele Menschen hätten Schwierigkeiten, bei Regen und Dunkelheit Fahrbahnmarkierungen zu erkennen. Das wirke sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit aus.

In einer Anfrage für den Mobilitätsausschuss will die Union wissen, in welchen Abständen Markierungen überprüft und erneuert werden. Außerdem fragt sie nach technischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Sichtbarkeit bei Nässe.

Der verkehrspolitische Sprecher Dr. Stefan Jox verweist auf strukturierte oder gerillte Markierungen, die Wasser verdrängen und das Unfallrisiko senken könnten. Auch retroreflektierende Farben oder dickere Markierungen werden genannt.

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