Beitrag: Vortrag in Bochum: Wie Schulmöbel Unterricht prägen
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Christuskirche

Die Evangelische Stadtakademie Bochum widmet sich der Geschichte von Tischen und Bänken. Ein Vortrag beleuchtet, wie Schulmobiliar pädagogische Konzepte widerspiegelt.

Schulbänke gehören zu den prägenden Erinnerungen vieler Generationen. Am Dienstag, 3. März, steht ihre Geschichte im Mittelpunkt eines Vortrags in Bochum. Referent ist der Aachener Erziehungswissenschaftler Christian Timo Zenke. Er gibt Einblicke in die Entwicklung des Schulmobiliars und dessen pädagogische Bedeutung. Der Abend verbindet historische Perspektiven mit aktuellen Debatten um Lernräume.

Mehr als nur Sitzgelegenheiten

Kinder und Jugendliche verbringen während ihrer Schulzeit mehr als 9.000 Stunden im Sitzen. Schulmöbel sind dabei nicht nur funktionale Gebrauchsgegenstände. Sie beeinflussen Haltung, Bewegung und Interaktion im Klassenraum. Möbel können bestimmte Lernformen fördern – und andere einschränken.

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung nach: von der starren Rettig-Bank der Kaiserzeit über den Holzkufenstuhl der Nachkriegsjahre bis zu heutigen Konzepten wie „Flexible Seating“. Dabei geht es um die Frage, wie Raumgestaltung Unterricht strukturiert und pädagogische Leitbilder sichtbar macht.

Forschung zwischen Architektur und Didaktik

Zenke ist Professor für Innovation und Transfer in Bildungssystemen an der RWTH Aachen University. In seiner wissenschaftlichen Arbeit untersucht er die Bedeutung von Schularchitektur, Klassenraumgestaltung und Mobiliar für Lehr- und Lernprozesse. Der Blick richtet sich nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft: Wie müssen Lernräume gestaltet sein, damit sie zeitgemäßen Unterricht ermöglichen?

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Studierende sowie Personen, die Grundsicherung beziehen, erhalten freien Eintritt.

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