
Gedenkveranstaltung für den Ukraine-Krieg in Bochum
(c) AWO Unterbezirk Ruhr-Mitte
In Bochum haben sich Mitglieder der ukrainischen Community zu einem besonderen Treffen versammelt. Ziel war es, Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung zu fördern. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der AWO Bochum und der Christuskirche Bochum statt und verband persönliche Gespräche mit gemeinsamer Solidarität für die Ukraine.
Das Treffen wurde maßgeblich von Viktoriya Moskovych und der Organisation „Turbota Mista Bochuma“ vorbereitet. Unterstützt wurden sie von der AWO Bochum, die bereits seit Beginn des Krieges Hilfsmaßnahmen für Geflüchtete und Betroffene in der Region koordiniert. Das ehrenamtliche Team „UkrANGELkluB“ im Centrum Kultur AWO-Wattenscheid war ebenfalls beteiligt. Seit 2022 stellen die ukrainischen Handarbeiterinnen Souvenirs her, deren Erlöse vollständig über Help Army Kharkiv an die ukrainischen Streitkräfte weitergeleitet werden.
Darüber hinaus unterstützte die Stiftung „Vid sertsia do sertsia“ aus Herne die Veranstaltung. Sie setzt sich für verwundete ukrainische Soldaten in Deutschland ein und arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen. Auch die deutsche Seite, insbesondere die Arbeiterwohlfahrt Bochum, trug zur Organisation bei, indem sie Hilfsgüter wie Generatoren, Powerbanks, Schulmaterialien und Lebensmittelpakete bereitstellte.
Gäste und Botschaften
Zu den Gästen zählten Bundestagsabgeordneter und AWO-Vorsitzender Serdar Yüksel, Christoph Becker sowie der ukrainische Veteran Andrii Madzharov. Madzharov war im Herbst zu Fuß von der Ukraine über Bochum nach Brüssel gereist, um im Europäischen Parlament über die Situation in der Ukraine zu berichten. Bei der Veranstaltung betonte er erneut die Bedeutung, die Stimmen der Betroffenen sichtbar zu machen. Serdar Yüksel unterstrich die zentrale Rolle zivilgesellschaftlicher Solidarität und den Beitrag der AWO, geflüchtete und betroffene Menschen in Bochum und der Region zu unterstützen.
Bedeutung der Veranstaltung
Die Zusammenkunft bot den Teilnehmer*innen die Gelegenheit, einander zu begegnen, Erfahrungen auszutauschen und Solidarität sichtbar zu machen. Freundliche Gesten, warme Begrüßungen und persönliche Gespräche prägten den Abend. Die Beteiligten hoben hervor, dass die Unterstützung der Ukraine nicht nur humanitär notwendig, sondern auch ein Ausdruck von Gemeinschaft und Menschlichkeit ist.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass lokale Organisationen, Ehrenamtliche und politische Akteure gemeinsam eine tragfähige Struktur schaffen, um Menschen in Krisensituationen beizustehen. Gleichzeitig stärkte das Treffen das Bewusstsein in der Community für Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe und aktive Beteiligung an Hilfsprojekten.
