Beitrag: „Die Cola Afrikas“: Start-up bringt Bissap in die Bochumer Innenstadt

(c) Andreas Molatta

in junges Bochumer Unternehmen eröffnet einen Pop-up-Store an der Kortumstraße. Im Mittelpunkt steht das afrikanische Kultgetränk Bissap.

Afrodrinks by BAM präsentiert sich seit Samstag in einem temporären Ladenlokal in der Innenstadt. Für mindestens sechs Wochen ist das Angebot an der Kortumstraße 54 zu finden. Verkauft wird unter anderem Bissap, ein Getränk auf Basis von Hibiskusblüten. Ergänzt wird das Konzept durch Veranstaltungen und Tastings. Möglich wird das Projekt durch „Tapetenwechsel – Kulturraum für Kreative“.

Der Pop-up-Store ist Teil eines Projekts im Rahmen der Bochum Strategie 2030, umgesetzt von der Bochum Marketing GmbH im Auftrag der Stadt. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 20 Uhr sowie samstags von 11 bis 20 Uhr.

Neben dem Getränkeverkauf sind Events geplant, etwa mit einer Designerin für afrikanische Taschen. Besucherinnen und Besucher können Bissap als klassischen Softdrink oder in Varianten wie Mocktails probieren. Auch Brettspiele stehen bereit.

„Bissap ist quasi die Cola Afrikas“, sagt Mitgründer Ben Aziabou. Die Limonade ist mit einem Biosiegel ausgezeichnet und bereits in Biomärkten, Feinkostläden sowie im eigenen Onlineshop erhältlich.

Von der Familienrezeptur zur Unternehmensidee

Gegründet wurde Afrodrinks by BAM von Marya Kapenda und Ben Aziabou. Kapenda studiert Management and Economics an der Ruhr-Universität Bochum, Aziabou angewandte Informatik an der Technische Universität Dortmund.

Die Idee entstand aus persönlicher Erfahrung. Aziabou, der aus Westafrika stammt, vermisste das Getränk seiner Kindheit. Das Rezept erhielt er von seiner Mutter. 2022 begann das Paar mit der eigenen Produktion, im Oktober 2023 folgte die offizielle Gründung.

Eine Muskatnote soll dem Getränk eine besondere Geschmacksrichtung verleihen. Kapenda beschreibt Bissap als „süß, etwas säuerlich und auf jeden Fall erfrischend“.

Soziales Engagement geplant

Langfristig verfolgen die Gründer auch soziale Ziele. Ab einem Absatz von 6.000 Flaschen pro Monat sollen fünf Cent je Flasche in den Bau eines Jugendhauses in Lomé (Togo) fließen. Geplant ist ein Ort der Begegnung für Kinder und Jugendliche.

Das Start-up möchte afrikanische Getränkekultur sichtbarer machen und zugleich nachhaltige sowie authentische Produkte anbieten. Weitere Sorten sind in Planung.

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