Beitrag: Phoenix Hagen gewinnt packendes Derby in Bochum mit 102:92
VfL SparkassensStars Bochum vs, Phoenix Hagen

(c) Sebastian Sendlak

Aufgrund einer überragenden Dreierquote und einer Galavorstellung von Devin Schmidt setzt sich Phoenix Hagen bei den SparkassenStars Bochum durch und festigt die Tabellenführung.

Das Revierderby am 23. Spieltag der ProA hält alles, was sich die Fans versprechen. Hohe Intensität und eine offensive Machtdemonstration der Gäste prägen die Partie von Beginn an. Phoenix Hagen feiert mit dem 102:92 den ersten Auswärtssieg in Bochum seit 2021. Damit entscheiden die Hagener erstmals beide Saisonduelle gegen die SparkassenStars für sich. Der Tabellenführer unterstreicht mit diesem Erfolg seine Ambitionen auf den Aufstieg.

Offensivfeuerwerk der Feuervögel von der Dreierlinie

Beide Teams begegnen sich zunächst mit offenem Visier und hohem Tempo. Ein früher 11:0-Lauf der Gäste zwingt Bochums Coach Felix Banobre zur ersten Auszeit. Hagen trifft in der ersten Halbzeit überragende 11 von 19 Dreierversuchen aus der Distanz. Die Hausherren kämpfen zwar verbissen, finden aber kein Mittel gegen diese Treffsicherheit. So gehen die „Feuervögel“ mit einer verdienten 53:37-Führung in die Kabine.

Tim Uhlemann zeigt sich mit vier verwandelten Dreiern extrem treffsicher. Hagens Trainer Chris Harris lobt die Leistung seiner Schützen nach dem Spiel sehr deutlich: „Was wir auf dem Feld mit der Devin Schmidt-Show und auch Tim Uhlemann Dreierquote gesehen haben, war offensiv Wahnsinn. Das hat ein Stück weit wettgemacht, was wir an Offensiv-Rebounds zugelassen und uns an Ballverlusten geleistet haben.“ Die Hagener Fans sorgen zudem für eine lautstarke Kulisse in der Bochumer Bones-Hands-Arena.

Die Devin Schmidt-Show im dritten Viertel

Nach dem Seitenwechsel übernimmt Devin Schmidt endgültig die Kontrolle über das Spielgeschehen. Der Guard erzielt allein im dritten Viertel 15 Punkte durch fünf Distanzwürfe. Er schraubt den Vorsprung der Hagener damit zwischenzeitlich auf 22 Zähler hoch. „Die erste Hälfte war für mich recht durchwachsen. Deswegen habe ich versucht, im dritten Viertel mehr Aggressivität aufs Feld zu bringen“, so Schmidt nach dem Spiel. Mit insgesamt 20 Punkten krönt er sich schließlich zum Topscorer der gesamten Partie.

Bochum steckt trotz des deutlichen Rückstands zu keinem Zeitpunkt des Spiels auf. Angetrieben von Dravon Mangum startet das Heimteam im Schlussabschnitt eine leidenschaftliche Aufholjagd. Der Rückstand schrumpft in der Crunchtime sogar auf unter zehn Punkte zusammen. Die Fans der SparkassenStars peitschen ihr Team in dieser Phase noch einmal nach vorne. Doch die individuelle Klasse der Hagener verhindert am Ende eine Sensation.

Tiefe des Kaders sichert den Hagener Erfolg

In den entscheidenden Momenten behält Marcus Graves die Nerven und führt die Hagener zum Sieg. Er übernimmt die Verantwortung und steuert wichtige Punkte sowie sechs Assists zum Erfolg bei. Bochums Trainer Felix Banobre erkennt die Qualität des Tabellenführers nach der Schlusssirene neidlos an: „Hagen ist aktuell die Referenz in der Liga. Sie stehen ganz oben, sie wollen aufsteigen und haben von Beginn an alles darauf ausgerichtet. Mit unserem engen Spielplan war klar, dass wir mit der Energie, die wir noch hatten, dagegenhalten mussten.“

Die SparkassenStars verlassen das Feld trotz der Niederlage mit erhobenem Haupt. Geschäftsführer Tobias Steinert verweist auf die schweren Beine nach dem vorangegangenen Nachholspiel in Koblenz. Dennoch feiern die Bochumer Fans ihre Mannschaft für den großen Kampf mit stehenden Ovationen. Während Hagen die Tabellenspitze festigt, bereitet sich Bochum auf das nächste Spiel in Karlsruhe vor. Das Derby endet somit trotz der Rivalität mit viel Respekt auf beiden Seiten.

 

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