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Zeche Hannover
Von Fledermaus-Exkursionen über Fotokunst bis zum Tag des offenen Denkmals: Das LWL-Museum Zeche Hannover bietet im September ein breites Kulturprogramm.
Das LWL-Museum Zeche Hannover in Bochum präsentiert im September eine facettenreiche Mischung aus Naturerlebnissen, Industriekultur und gelebter Nachbarschaft. Besucherinnen und Besucher können das historische Denkmalgelände bei Tag und Nacht auf ganz neue Weise erkunden. Das Programm reicht von abendlichen Streifzügen mit Fledermaus-Detektoren bis hin zu barrierefreien Geschichtstouren durch die Zechensiedlung. Zudem laden die beiden aktuellen Sonderausstellungen zu vertiefenden Rundgängen mit den jeweiligen Fotografen ein. Das Museumsteam betont, dass man Natur und Industriegeschichte für alle Generationen erlebbar machen wolle.
Nachtinsekten, Fledermäuse und barrierefreie Führungen
Den Auftakt des Monats bildet am Freitag, 4. September, um 20 Uhr eine zweistündige Nachtexkursion mit der Biologischen Station Ruhrgebiet. Ein Experte demonstriert dabei das Insekten-Monitoring am Lichtzelt sowie die Ortung heimischer Fledermäuse mittels Bat-Detektor. Tags darauf, am Samstag, 5. September, startet um 15 Uhr die zweistündige Geschichtstour „Kohle, Koks, Konsumanstalt“ durch das Museum und das Zechenumfeld. Diese Tour richtet sich ausdrücklich an hörende wie gehörlose Menschen und wird durch Gebärdendolmetscher begleitet. Am Sonntag, 6. September, schließt sich um 16 Uhr ein dreikilometerlanger Rundgang zur Erforschung lokaler Insektenlebensräume an.
Weiter geht es am Sonntag, 13. September, mit dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals. An diesem Tag öffnen sich um 12 und 15 Uhr sonst verschlossene Bereiche bei Erlebnisführungen, gekrönt von der Vorführung der historischen Dampffördermaschine. Um 16 Uhr führt Naturfotograf Sven Meurs persönlich durch seine Outdoor-Schau „Großstadt Wildnis“ und erläutert Kindern wie Erwachsenen das verborgene Leben urbaner Wildtiere. Bereits am Vortag, 12. September, gibt Khalil Noé Döring um 15 Uhr Einblicke in seine Ausstellung „Der Weg der Kohle“.
Nachbarschaftsküche im Garten und Comedy zum Monatsausklang
Am Sonntag, 20. September, lädt das Museum von 12 bis 18 Uhr zum gemeinsamen Kochen in den Arbeitergarten an der Straße Am Rübenkamp ein. Unter dem Motto „Schnibbeln, schnabbeln, Eintopf kochen“ steht der persönliche Austausch über frühere Familiengerichte und Alltagserinnerungen im Mittelpunkt. Das Museumsteam erklärt, dass man beim gemeinsamen Zubereiten historische Zechenkultur mit lebendiger Nachbarschaft verknüpfen wolle. Für die jüngsten Gäste öffnet zudem an jedem Wochenende das beliebte Kinderbergwerk „Zeche Knirps“.
Den humorvollen Abschluss setzt am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr die Kleinkunst-Show „NachtSchnittchen“. Moderator Helmut Sanftenschneider präsentiert dabei bekannte Gesichter sowie neue Talente der deutschen Comedy- und Kabarettszene. Die meisten Programmangebote im September sind für Besucherinnen und Besucher kostenlos zugänglich. Für ausgewählte Aktionen wie die Nachtexkursion ist aufgrund begrenzter Kapazitäten eine vorherige Anmeldung per E-Mail erforderlich.
