Beitrag: Reverse the Red Day: Zoos setzen Zeichen gegen das Artensterben
SES_BOCOST20250420-13

Pinguin im Tierpark (c) Sebastian Sendlak

Zoologische Einrichtungen beteiligen sich am internationalen „Reverse the Red Day“. Auch der Tierpark + Fossilium Bochum macht auf wirksamen Artenschutz aufmerksam.

Der weltweite Verlust von Arten gilt als eine der großen Umweltkrisen. Der internationale „Reverse the Red Day“ will zeigen, dass Gegenmaßnahmen wirken können. Zoos und Tierparks verweisen auf konkrete Erfolge im Artenschutz. Ziel ist es, bedrohte Arten langfristig zu stabilisieren. Der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich mit mehreren Projekten an der Initiative.

Der „Reverse the Red Day“ orientiert sich an der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Diese bewertet den Gefährdungsstatus von Tier- und Pflanzenarten. Die Initiative verfolgt das Ziel, Arten von der Kategorie „bedroht“ wieder in stabile Bestände zu führen. Zoologische Einrichtungen sehen sich dabei als verbindendes Element zwischen Schutzmaßnahmen im natürlichen Lebensraum und außerhalb.

Rolle der Zoos im Artenschutz

Zoos und Tierparks engagieren sich in der Erhaltungszucht, bei Wiederansiedlungsprojekten, in der Forschung und in der tiermedizinischen Versorgung. Nach Angaben der Initiatoren haben diese Maßnahmen bei mehreren Arten bereits zu einer Verbesserung ihres Gefährdungsstatus geführt. Auch Bildungsarbeit zählt zu den zentralen Aufgaben.

Der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich an verschiedenen internationalen und lokalen Artenschutzprogrammen. Dazu zählen Erhaltungszuchtprogramme des europäischen Zooverbands EAZA sowie Projekte zum Schutz heimischer Insekten. Seit vielen Jahren ist der Tierpark Mitglied im Verein Sphenisco e.V., der sich für den Erhalt der Humboldt-Pinguine an den Küsten Chiles und Perus einsetzt.

Darüber hinaus unterstützt der Tierpark den Plumploris e.V., der sich dem Schutz nachtaktiver Primaten in Südostasien widmet. Gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz initiierte der Tierpark 2022 ein Schutzprojekt für bedrohte Fischarten in Neuguinea.

Bildung als Teil der Strategie

Neben praktischen Schutzmaßnahmen setzt der Tierpark auf Umweltbildungsarbeit. Themen wie Biodiversitätsverlust und Lebensraumzerstörung werden im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zoodirektor Ralf Slabik betont die Bedeutung dieses Ansatzes: „Nur wenn Wissen in Bewusstsein und Handeln übersetzt wird, kann es gelingen, bedrohte Arten langfristig zu stabilisieren.“

Auf Social Media teilen