
Cafe Ferdinand
Das Stadtarchiv Bochum stellt im Februar ein Werbeschild des Café Ferdinand aus. Das Objekt erinnert an eine prägende Institution der Bochumer Alltagskultur. Der Eintritt ist frei.
Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ widmet sich monatlich einem Objekt aus dem Stadtarchiv Bochum. Gezeigt werden Zeugnisse der Stadt- und Alltagsgeschichte. Im Februar steht ein Werbeschild des Café Ferdinand im Fokus. Es verweist auf ein Lokal, das über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Stadtlebens war. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich.
Im Februar präsentiert das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte das „Werbeschild vom Café Ferdinand: ,Liebling, ich möchte jetzt mit dir…‘“. Das Schild ist in den Räumen an der Wittener Straße 47 zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei, weitere Informationen sind online abrufbar.
Das Werbeschild hing über viele Jahre an der Ferdinandstraße. Es warb für eine Einkehr in ein Café, das bei vielen Bochumerinnen und Bochumern bekannt war. Der Slogan entwickelte sich Mitte der 1980er Jahre aus dem früheren Spruch „Wo ist Ferdinand?“. Der vollständige Satz „Liebling, ich möchte jetzt mit dir … ins Café Ferdinand“ wurde zum Markenzeichen des Hauses.
Treffpunkt mit langer Geschichte
Die Geschichte des Café Ferdinand reicht bis ins Jahr 1874 zurück. Damals eröffnete der ehemalige Bergmann Heinrich Märker eine Gast- und Schenkwirtschaft in der Ferdinandstraße. Das Lokal wurde schnell zu einem Treffpunkt, insbesondere für Fuhrleute auf dem Weg nach Altenbochum und Witten.
Die Bombardierungen im November 1944 überstand das Gebäude nahezu unbeschadet. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Betreiber mehrfach. Ab 1982 bestand das Lokal zunächst als „Granny’s Rock Café“, ab 1985 dann als Café Ferdinand. Im Umfeld des Hauptbahnhofs entwickelte es sich zu einem viel genutzten Treffpunkt.
Das Café verband unterschiedliche Nutzungen. Es war Café, Bistro, Kneipe und Kulturraum zugleich. Gäste kamen zum Frühstück, zum Lesen der Zeitung oder zu Veranstaltungen. Besonders die Frühstücksbuffets prägten den Ruf des Hauses.
Mit der Schließung im November 2025 endete ein Kapitel Bochumer Stadtgeschichte. In der Stadt wurde dies vielfach bedauert. Das Werbeschild im Stadtarchiv hält die Erinnerung an das Café Ferdinand nun dauerhaft fest.
