Beitrag: Verstehen, um zu bewahren: Umweltbildung rückt Feuchtgebiete in den Fokus
Flamingos im Tierpark Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Zum Welt-Feuchtgebiete-Tag zeigen Tierpark + Fossilium Bochum und der Storcherlebnispark Wattenscheid, wie Umweltbildung den Schutz sensibler Lebensräume stärken kann.

Feuchtgebiete gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Gleichzeitig sind sie besonders bedroht. Zum Welt-Feuchtgebiete-Tag am 2. Februar macht der Tierpark + Fossilium Bochum auf ihre Bedeutung aufmerksam. Anschauliche Beispiele liefern Watvögel, Rosaflamingos und Weißstörche. Umweltbildung soll Zusammenhänge verständlich machen und Verantwortung fördern.

Lernorte für den Naturschutz

Moderne Zoos und Tierparks übernehmen zunehmend Aufgaben in der Umweltbildung. Im Tierpark + Fossilium Bochum vermitteln Watvögel und Rosaflamingos Einblicke in das Leben in Feuchtgebieten. Ergänzt wird das Angebot durch den Storcherlebnispark Wattenscheid mit seinen Weißstörchen. Besucherinnen und Besucher erfahren dort, welche Rolle Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattenmeer für den Naturhaushalt spielen.

Feuchtgebiete schützen vor Überschwemmungen, filtern Wasser und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten. Rund 40 Prozent der weltweiten Artenvielfalt sind dort beheimatet. Gleichzeitig sind laut internationalen Erhebungen mehr als ein Drittel dieser Lebensräume in den vergangenen 50 Jahren verloren gegangen – schneller als in jedem anderen Ökosystem.

Der Tierpark + Fossilium Bochum ist als BNE-Regionalzentrum anerkannt. Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung praxisnah zu vermitteln.

„Wer Tiere in ihren Lebenszusammenhängen erlebt, versteht besser, warum diese Lebensräume geschützt werden müssen“, sagt Zoodirektor Ralf Slabik. Watvögel, Flamingos und Weißstörche stünden exemplarisch für die Verbindung von Artenvielfalt, Klimaschutz und menschlicher Verantwortung.

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Ramsar-Konvention, die 1971 unterzeichnet wurde und 2026 ihr 55-jähriges Bestehen begeht. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA die zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“. Auch deutschsprachige Zoos beteiligen sich daran.

Als Botschafter dienen Flamingos. Sie sind auf flache Salzseen und Lagunen angewiesen. Gehen diese Lebensräume verloren, geraten ihre Bestände unter Druck. Die Kampagne will auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen und zum Schutz von Feuchtgebieten beitragen.

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