
Drohnenaufnahmen Bochumer Stadtansichten
+++ Foto: Dennis Yenmez / Stadt Bochum +++
Bochum hat 2025 deutlich mehr Landesmittel für den sozialen Wohnungsbau eingesetzt als vorgesehen. Die Fördergelder fließen in Neubau, Modernisierung und Eigentumsförderung.
Die Stadt Bochum hat im Jahr 2025 Fördermittel in Höhe von 80 Millionen Euro für den öffentlich geförderten Wohnungsbau bewilligt. Damit wurde das vom Land Nordrhein-Westfalen ursprünglich zugewiesene Budget deutlich überschritten. Mit den Mitteln sollen insgesamt 472 preisgünstige Wohnungen realisiert werden. Gefördert wurden unterschiedliche Wohnformen und Maßnahmen. Der geförderte Wohnungsbau bleibt damit ein zentrales Instrument der städtischen Wohnungspolitik.
Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde mehr als die dreifache Summe des ursprünglich vorgesehenen Landesbudgets nach Bochum geholt. Die Bewilligungen verteilen sich auf Neubauprojekte, Modernisierungen, Eigenheimförderung, Studierendenwohnen sowie Bindungsverlängerungen. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und auszubauen.
Neubau, Modernisierung und Bindungsverlängerungen
Konkret wurden 182 neue Mietwohnungen bewilligt. Hinzu kommen 284 Mietwohnungen, die modernisiert werden. Sechs weitere Wohnungen erhielten eine Bindungsverlängerung, deren Zweckbindung sonst im Jahr 2026 ausgelaufen wäre. Die modernisierten Wohnungen gehörten zuvor zum freifinanzierten Segment und unterliegen nun einer Mietpreis- und Belegungsbindung.
Der Rat der Stadt Bochum hatte im Oktober 2024 die Fortschreibung des Handlungskonzepts Wohnen beschlossen. Als Ziel wurden 300 neue Mietpreis- und Belegungsbindungen pro Jahr definiert. Mit 472 neu geschaffenen Bindungen wurde diese Vorgabe auch 2025 deutlich überschritten.
Neben Mietwohnungsprojekten wurden auch Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer gefördert. Neun Zusagen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro ermöglichen den Bau, den Kauf oder die Sanierung von selbst genutztem Wohneigentum.
Stadt sieht sozialen Auftrag bestätigt
Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke betont die Bedeutung der Förderungen: „Wohnen ist soziale Daseinsvorsorge. Der öffentlich geförderte Wohnungsbau leistet einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarem Wohnen in Bochum.“ Investorinnen und Investoren nutzten die Förderbedingungen zunehmend, was sich in den steigenden Bewilligungssummen zeige.
Für das Jahr 2026 liegen bereits weitere Anträge für neue Bauvorhaben vor. Ob das Förderniveau gehalten werden kann, hängt laut Stadt maßgeblich von der Bereitstellung weiterer Mittel durch das Land NRW ab. Die Landesregierung hat angekündigt, das Wohnraumförderungsprogramm bis Ende 2027 um 1,5 Milliarden Euro aufzustocken.
Im Jahr 2025 wurden zudem 307 öffentlich geförderte Wohneinheiten aus Programmen der Vorjahre bezugsfertig und stehen nun dem Bochumer Wohnungsmarkt zur Verfügung.
