Beitrag: Ein Leben für Menschlichkeit und Solidarität
Verdienstorden für Monika Grawe

Bürgermeisterin Gaby Schäfer verleiht den Verdienstorden an Monika Grawe am 28.08.2024 in Bochum. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Nachruf auf Monika Grawe

Die Gesellschaft Bochum-Donezk trauert um ihre stellvertretende Vorsitzende Monika Grawe, die am 13. November 2025 plötzlich verstorben ist. Mit ihr verliert die Stadt eine Frau, die sich über viele Jahre mit Ausdauer, Herz und beeindruckendem Verantwortungsgefühl für Menschen in der Ukraine eingesetzt hat.

Monika Grawe war seit dem Jahr 2000 Teil der Gesellschaft. Seit 2007 wirkte sie als stellvertretende Vorsitzende. In dieser Zeit prägte sie die Arbeit des Vereins sichtbar. Sie organisierte Hilfsaktionen, führte Gespräche, stellte Kontakte her und hielt Strukturen zusammen, die ohne ihr Engagement nicht entstanden wären. Ihre Arbeit verlief oft im Hintergrund, doch ihr Einfluss war deutlich spürbar. Viele Hilfstransporte, Spendenaktionen und Unterstützungsnetzwerke tragen ihre Handschrift.

Ihre Motivation entsprang einer klaren Haltung: Unterstützung für Menschen in Not darf nicht nachlassen. Sie verband Bochum und die Ukraine durch kontinuierliches Engagement. Während der Beladung von Transportern, bei der Suche nach Material oder bei der Planung neuer Projekte war sie verlässlich präsent. Ihre praktische Herangehensweise, verbunden mit Geduld und Empathie, machte sie zu einer wichtigen Stimme im Verein.

Für ihr langjähriges Wirken wurde Monika Grawe mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Diese Auszeichnung verstand sie als Anerkennung für die gesamte Vereinsarbeit. Ihr Blick blieb stets auf die Sache gerichtet, nie auf die eigene Person. Kolleginnen und Kollegen beschrieben sie als zugänglich, strukturiert und hilfsbereit. Ihr Auftreten vermittelte Ruhe und Zielstrebigkeit.

Ihr Tod hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Der Verlust trifft den Verein, aber auch viele Menschen in Bochum, die sie über Jahre begleitet hat. Ihre Arbeit steht exemplarisch für die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements in internationalen Partnerschaften. Der Verein erinnert nicht nur an ihr Lebenswerk, sondern sieht es als Verpflichtung, ihre begonnenen Aufgaben fortzuführen.

Die gesellschaftliche Unterstützung für die Ukraine bleibt weiterhin notwendig. Die Projekte, die Monika Grawe aufgebaut und begleitet hat, zeigen, wie viel durch verlässliche Strukturen und kontinuierliche Hilfe erreicht werden kann. Ihr Einsatz ist eine Mahnung, diese Arbeit fortzusetzen und das Netzwerk zwischen Bochum und Donezk zu stärken.

Die Gesellschaft Bochum-Donezk würdigt Monika Grawe als engagierte Mitstreiterin und als Mensch, der Verantwortung gelebt hat. Ihre Haltung bleibt als Orientierung bestehen.

Auf Social Media teilen