
(c) Tierpark Bochum
Erfolgreiche Auswilderung mit Unterstützung der Paasmühle
Gute Nachrichten für den Artenschutz: Der im April im Storcherlebnispark Wattenscheid geschlüpfte Weißstorch-Nachwuchs ist erfolgreich ausgewildert worden. In Kooperation mit der Wildvogelstation Paasmühle in Hattingen gelang es dem Tierpark Bochum, die beiden Jungvögel in die Freiheit zu entlassen.
Die Jungstörche waren im Frühsommer aus dem neu gestalteten Storcherlebnispark hervorgegangen. Dieser Teil der Stadtgartensanierung dient nicht nur als Lebensraum für die Vögel, sondern auch als Lernort für Umweltbildung. Nach rund zwei Monaten wurden die Tiere kurz vor Erreichen ihrer Flugfähigkeit in die Paasmühle überführt. Dort bereiteten Tierpfleger um Stationsleiter Thorsten Kestner die jungen Störche gemeinsam mit zwei flugunfähigen Artgenossen auf die Auswilderung vor.
„Wir freuen uns sehr, dass die Freilassung unseres Nachwuchses gelungen ist“, sagte Ralf Slabik, Direktor des Tierparks Bochum. „Das Projekt zeigt, wie erfolgreiche Zusammenarbeit Artenschutz konkret vor Ort möglich macht.“
In der Paasmühle lernten die Jungtiere zunächst, sich in der neuen Umgebung zu orientieren, ehe sie erste Flugversuche unternahmen. Nach und nach erweiterten sie ihre Flugrouten, bis sie schließlich vollständig auswilderten.
Der Weißstorch, einst Symbol des Frühlings und Glücksbringer vieler Regionen, bleibt trotz steigender Bestände weiterhin bedroht. Lebensraumverlust und Gefahren auf den Zugrouten – etwa durch Stromleitungen – setzen den Vögeln zu. Der Storch ist daher nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und steht auf der deutschen Vorwarnliste gefährdeter Arten.
Die Wildvogelstation Paasmühle leistet seit Jahren wichtige Arbeit für den Schutz heimischer Vogelarten. Jährlich werden dort zahlreiche verletzte oder verwaiste Wildvögel gepflegt und auf ihre Rückkehr in die Natur vorbereitet. Die erfolgreiche Auswilderung der Wattenscheider Jungstörche gilt als weiteres Beispiel gelungener Zusammenarbeit im regionalen Artenschutz.
