
Marcus Müller (Geschäftsführer WasserWelten Bochum) und Christian Krause (Leiter Bädermanagement WasserWelten) sind trotz schlechtem Wetter optimistisch, dass es auch in diesem Jahr eine gute Freibadsaison geben wird.
Foto: Jenny Musall
Bochum macht sich bereit für den Sommer: Während das Freibad Werne bereits einen ersten Testlauf hinter sich hat, laufen an anderen Standorten wie dem Naturfreibad Linden und dem Südfeldmarkt die letzten Vorbereitungen für eine ereignisreiche Saison 2026.
Trotz der aktuellen Wetterkapriolen blicken die WasserWelten Bochum optimistisch auf die kommenden Monate. Marcus Müller, Geschäftsführer der WasserWelten, und Bädermanager Christian Krause präsentierten nun den Fahrplan für die Freibäder und gaben Einblicke in den Stand der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Sicherheit und der digitalen Besucherlenkung.
Der Öffnungsfahrplan: Werne macht den Anfang
Den Auftakt markierte bereits das lange Wochenende Anfang Mai im Freibad Werne, das dank seiner Solarheizung verlässliche Wassertemperaturen von bis zu 23 Grad Celsius erreichen kann. Rund 700 Besucher nutzten dort bereits das erste Mai-Wochenende. Der weitere Fahrplan sieht wie folgt aus:
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Freibad Werne: Dauerhafte Öffnung, sobald die Außentemperaturen stabil Richtung 25 Grad Celsius tendieren.
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Hallenfreibad Hofstede: Öffnung für den Außenbetrieb voraussichtlich ab Mitte bis Ende Mai, da hier die Aufheizung des Wassers rein über die Sonneneinstrahlung erfolgt.
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Naturfreibad Linden: Der Start ist für Anfang Juni geplant. Hier müssen noch Restarbeiten an der Grotte, dem Wasserfall und den Außenanlagen abgeschlossen werden.
Modernisierung und Neuheiten in Linden und am Südfeldmarkt
Im Naturfreibad Linden wird der Einlass in dieser Saison erstmals über das neue Foyer des Hallenbads erfolgen. Die Wasserqualität wird hier rein biologisch über eine Bio-Kies-Filteranlage ohne Chlorzusatz aufbereitet. In Spitzenzeiten können künftig bis zu 3.000 Gäste pro Tag das Bad nutzen.
Am Wellenfreibad Südfeldmarkt verzögert sich die Wiedereröffnung hingegen auf das Jahr 2027. Grund hierfür sind EU-weite Ausschreibungsverfahren für die Badewassertechnik sowie die Insolvenz eines beauftragten Unternehmens für die Attraktionen im Nichtschwimmerbereich. Das Bad wird nach der Fertigstellung jedoch nahezu komplett runderneuert sein.
Initiative „Augenblick“: Sicherheit geht vor
Ein wichtiges Anliegen der WasserWelten ist in dieser Saison die Sensibilisierung der Eltern für ihre Aufsichtspflicht. Mit der preisgekrönten Initiative „Augenblick“ wird in den Bädern verstärkt darauf aufmerksam gemacht, das Smartphone wegzulegen und die Kinder im Wasser nicht aus den Augen zu lassen.
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Slogans: „Dein Blick rettet mein Leben“ oder „Papa, du warst mein Held. Ist dein Handy wichtiger als ich?“ sollen für die Gefahren des leisen Ertrinkens sensibilisieren.
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Mehrsprachigkeit: Um alle Gäste zu erreichen, stehen Flyer in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Ukrainisch und Russisch zur Verfügung.
Digitaler Service: Online-Tickets zur Deeskalierung
Um lange Warteschlangen an heißen Tagen zu vermeiden, setzen die WasserWelten verstärkt auf Online-Tickets. Zwar bleibt die klassische Kasse für den persönlichen Kontakt erhalten, doch das Scannen von Online-Tickets beschleunigt den Einlass erheblich und trägt zur Deeskalierung bei.
