Beitrag: Gedenkrundgang erinnert an Befreiung vom Faschismus
(c) Kinder- und Jugendring Bochum e.V.

Bündnisse und Jugendverbände laden in Bochum zu einem Gedenkrundgang zum 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ein.

Mit einem Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm wollen das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring Bochum am 8. Mai an die Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa erinnern.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 8. Mai 2026, um 15 Uhr. Anlass ist der 81. Jahrestag des Kriegsendes in Europa. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das nationalsozialistische Deutschland, womit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.

Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus

Die Organisatoren betonen, dass das Gedenken den Millionen Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Während der zwölfjährigen NS-Herrschaft wurden unter anderem Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle sowie politische Gegner und Widerstandskämpfer verfolgt und ermordet.

Zugleich soll die Veranstaltung an jene erinnern, die sich gegen das faschistische Regime gestellt haben. Das Gedenken verstehe sich daher sowohl als Erinnerung an das Leid der Opfer als auch als Würdigung des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Beiträge zu Kriegsgefangenen und Widerstand

Im Rahmen des Rundgangs sind mehrere Beiträge vorgesehen. Felix Lipski vom „Klub Stern“ wird über das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener berichten.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) widmet sich dem Widerstand gegen das NS-Regime und den unterschiedlichen Formen antifaschistischen Engagements.

DGB-Jugend thematisiert Angriffe auf Gewerkschaften

Zum Abschluss des Rundgangs will die DGB-Jugend die Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung beleuchten. Thematisiert werden dabei die Verfolgung von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern während der NS-Zeit sowie der Wiederaufbau der Gewerkschaften nach 1945.

Darüber hinaus soll auch auf aktuelle Anfeindungen gegen Gewerkschaften und Beschäftigte durch rechtsextreme Gruppen und die AfD in Betrieben eingegangen werden.

Die Veranstalter rufen dazu auf, gemeinsam ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für demokratische Erinnerungskultur zu setzen.

Auf Social Media teilen