
Schauspielhaus Bochum
(c) Sebastian Sendlak
Premieren, Konzerte, Lesungen und Diskussionsformate prägen den Spielplan im Mai im Schauspielhaus Bochum. Im Zentrum steht die Inszenierung eines feministischen Klassikers.
Das Theater kündigt ein breit gefächertes Programm mit unterschiedlichen künstlerischen Schwerpunkten an. Neben Schauspielproduktionen stehen auch Musik- und Talkformate auf dem Plan.
Ein besonderer Fokus liegt auf gesellschaftlichen Themen und literarischen Stoffen.
Premiere von „Die gelbe Tapete“
Im Mittelpunkt des Monats steht die Premiere von „Die gelbe Tapete“ nach der Erzählung von Charlotte Perkins Gilman. Die Inszenierung wird am 30. Mai im Oval Office gezeigt.
Der Text aus dem Jahr 1892 gilt als früher feministischer Klassiker. Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die nach der Geburt ihres Kindes zur Untätigkeit gezwungen wird.
Die Regie übernimmt Leonie Mevissen, die damit erstmals in Bochum arbeitet.
Musik und Gespräche in den Kammerspielen
Bereits Anfang Mai stehen musikalische Formate im Fokus. Am 3. Mai ist Tom Liwa mit seiner Band Flowerpornoes zu Gast. Im Rahmen der Reihe „Songs & Lyrics“ verbindet der Abend Gespräch und Konzert.
Ebenfalls am 3. Mai präsentiert Mickey Neher mit seinem Projekt „Mickeys Monkey Party“ neue Songs zwischen Blues und Soul.
Am 4. Mai folgt ein weiterer musikalisch-literarischer Abend: Sophie Hunger liest aus ihrem Roman und kombiniert dies mit Live-Musik.
Fußballgeschichte auf der Bühne
Ein besonderes Theaterprojekt widmet sich einem historischen Fußballspiel. „Die Nacht von Sevilla“ greift das WM-Halbfinale 1982 zwischen Deutschland und Frankreich auf.
Das Stück basiert auf einer Vorlage von Manuel Neukirchner. Peter Lohmeyer übernimmt alle Rollen auf der Bühne.
Unterstützt wird die Aufführung von Toni Schumacher, der selbst Teil des historischen Spiels war.
Erinnerungskultur und politische Themen
Zum 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, sind Lesungen mit Texten von Überlebenden der Shoah geplant. Ergänzt wird das Programm durch Auszüge aus den Erinnerungen von Renate Becker.
Auch weitere Formate greifen gesellschaftliche Fragen auf. In der Talkreihe „What a Crime“ diskutieren Şeyda Kurt und Alena Jabarine über den öffentlichen Umgang mit Gewalt.
Slams, Chanson und Gastspiele
Das Programm wird durch unterschiedliche Bühnenformate ergänzt. Dazu zählen ein Science Slam am 13. Mai sowie ein Poetry Slam am 19. Mai.
Am 9. Mai präsentieren Rainer Bock und Andreas Rebers Texte von Hanns Dieter Hüsch.
Ein Nachholtermin findet am 18. Mai statt: Das Konzert „Rumpelkinder – Schmuddelstilzchen“ mit Chansons von Franz Josef Degenhardt wird erneut aufgeführt.
April-Premieren im Vorfeld
Bereits im April stehen weitere Premieren an. Am 18. April zeigt das Ensemble Wunderbaum die Uraufführung „Die Kunst des Deals“, basierend auf dem Buch The Art of the Deal.
Am 25. April bringt Intendant Johan Simons eine Bühnenfassung von „Leben und Schicksal“ nach Wassili Grossman auf die Bühne.
Überblick zum Programm
Das Mai-Programm im Schauspielhaus Bochum verbindet klassische Literatur, Musik und aktuelle Diskurse. Die Veranstaltungen verteilen sich auf mehrere Spielstätten, darunter die Kammerspiele und das Oval Office.
Weitere Informationen und Termine sind online beim Schauspielhaus verfügbar.
