![Gruppenbild[9556] Beitrag: Neuer Gedenk- und Lernort](https://www.bochum-journal.de/wp-content/uploads/2023/05/Gruppenbild9556-scaled.jpg)
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Studentinnen und Studenten der Fachrichtung Architektur bei einem Workshop in der Bergener Siedlung. Foto: Stadt Bochum
An der Bergener Straße befindet sich eines der wenigen bundesweit erhaltenen Zwangsarbeiterlager der NS-Zeit. Das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte macht den historischen Ort ab Ende Oktober der Öffentlichkeit zugänglich.
An der Bergener Straße 116 a–i in Bochum steht ein historisches Zeugnis von bundesweiter Seltenheit: Das Areal beherbergt eines der wenigen nahezu vollständig erhaltenen Ensembles eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers aus der Zeit des Nationalsozialismus. Während des Zweiten Weltkriegs waren an diesem Standort Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter menschenunwürdigen, elenden Bedingungen interniert, die auf der benachbarten Zeche Constantin der Große eingesetzt wurden. Um das bauliche Denkmal dauerhaft als mahnenden Lern- und Erinnerungsort im kollektiven Gedächtnis der Stadt zu verankern, hat das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte dort eine Dauerausstellung konzipiert.
Eröffnung am 31. Oktober mit Oberbürgermeister Jörg Lukat
Die Konzeption nähert sich der Historie des Orts auf vielschichtige Weise. Schlaglichtartig zeichnet die Schau die Geschichte der Zwangsarbeit im Ruhrbergbau nach, veranschaulicht die rigiden Arbeits- und Lebensbedingungen der Gefangenen und beleuchtet zugleich die wechselvolle Nachkriegsnutzung der Siedlung bis in die Gegenwart.
Offiziell eröffnet wird der Gedenkort am Samstag, 31. Oktober, durch Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat. Im Anschluss an den Festakt steht das Areal von 12:00 bis 15:00 Uhr für interessierte Bürgerinnen und Bürger offen, um die neu gestalteten Räumlichkeiten und den authentischen Geschichtsort kennenzulernen.
Regelmäßige Öffnung dank ehrenamtlichen Engagements
Der Besuch am Eröffnungstag bildet den Auftakt für eine dauerhafte Zugänglichkeit des Geländes. Zukünftig wird die Ausstellung dank des Engagements ehrenamtlicher Kräfte an einem festen Termin pro Monat für die Öffentlichkeit geöffnet sein. Vertiefende Hintergrundinformationen zur architektonischen Geschichte und dem Denkmalschutz der Siedlung stellt die Stadtverwaltung auf ihrem Online-Portal unter dem Stichwort „Denkmalgeschützte Siedlung Bergener Straße“ zur Verfügung.
