
Sportjugend Bochum besucht die Polizei in Wattenscheid
(c) Sebastian Sendlak
Die Sportjugend Bochum organisiert für Kinder einen Besuch bei der Polizei. Der Aktionstag in Wattenscheid verbindet Bewegung, Sicherheit und Praxis.
Die Sportjugend Bochum erweitert ihre Aktionen und ermöglicht Nachwuchsentdeckern einen Einblick in den Arbeitsalltag der Ordnungshüter. Bei der Aktion „Kinder im Einsatz“ lernen Kinder zwischen fünf und zehn Jahren die Abläufe einer Wache direkt vor Ort kennen. Auf dem Areal der Polizeiinspektion West stehen moderne Streifenwagen und die Spurensicherung im Mittelpunkt des Geschehens. Neben theoretischem Wissen probieren die Kinder kriminaltechnische Methoden wie das Sichern von Fingerabdrücken eigenständig aus.
Spannende Einblicke in der Polizeiwache West in Wattenscheid
Bei dem Aktionstag schauen die Kinder den Beamten bei ihren täglichen Aufgaben über die Schulter. Die Gruppe besichtigt die Räume, erkundet die Ausrüstung der Einsatzfahrzeuge und erfährt Details zum polizeilichen Notruf. Neben einem gemeinsamen Wachfrühstück und einem Snack erhalten die jungen Gäste am Ende einen eigenen Dienstausweis zur Erinnerung. „25 Kinder haben sich für den Aktionstag bei der Polizei angemeldet“, sagt Heiko Schneider aus dem Vorstand der Sportjugend Bochum. Die Veranstaltung knüpft damit an frühere Aktivitäten im Stadtgebiet an.
„Das hier zum zweiten Mal“, erklärt Heiko Schneider zur bisherigen Durchführung der Reihe. „Wir haben vor einigen Jahren in Landreer angefangen“, führt der Vorsitzende weiter aus. „Und das ist jetzt die Fortsetzung hier in der Polizeiwache West in Wattenscheid“, schildert er die Entwicklung der Initiative. Für die Veranstalter stehe die Verknüpfung von motorischer Aktivität und sicherheitsrelevantem Alltagswissen ganz klar im Vordergrund des Konzepts.
Kooperation mit der Polizei vermittelt Werte und Bewegung
Die Idee zu dem gemeinsamen Format reicht über das reine Sporttreiben im klassischen Sinn hinaus. „Ja gut, Sport ist natürlich mehr als Sport treiben, sondern so ist die Idee dann auch entstanden letztendlich, dass wir Kindern vermitteln wollen, was Sicherheit ist, was Bewegung ist“, erläutert Schneider. Die Sportjugend habe deshalb den direkten Draht zu den Sicherheitsbehörden gesucht, um Synergien zu nutzen. „Und in dem Zuge haben wir dann eine Kooperation mit der Polizei geschlossen“, ergänzt der Jugendfunktionär. Das ganzheitliche Konzept verbindet kindliche Neugierde mit handfesten Erfahrungen im urbanen Raum.
„Und wir haben in Landreer angefangen“, erinnert sich Schneider an den Startschuss. „Dort konnten die Kinder einen großen Einblick in die Polizeiarbeit bekommen“, blickt er auf die Arbeit vor Ort zurück. „Beispielsweise mit der Hundestaffel“, hebt er einen besonderen Programmpunkt hervor. „Und dort sind wir dann in dem anliegenden Park gewesen“, beschreibt Schneider die Ausflüge ins Grüne. „So ist das Ganze dann letztendlich entstanden“, fasst er das Zustandekommen zusammen. „Bewegung, Spaß und auch Einblicke für die Kinder“, lautete das einfache Erfolgsrezept des Formats.
Prävention und Nachwuchsarbeit für die Beamten von morgen
Auf offene Türen stößt der Verband bei den Ordnungshütern von Beginn an, da gemeinsame Projekte Vorteile für beide Seiten böten. Die Dienststellen nutzten derartige Begegnungen gern, um Schwellenängste abzubauen und junge Menschen frühzeitig anzusprechen. „Also die Polizei in Bochum braucht man nicht überzeugen. Die sind offen für solche Aktionen da, wo Nachwuchs angesagt ist“, stellt Schneider klar. „Denn letztendlich sind die Kinder von heute die Beamten von morgen“, begründet Schneider die Motivation der Einsatzkräfte.
So ist ein Vormittag mit vielen Aktionen wie der Spurensuche, bei denen die kleinen Teilnehmer Fingerabdrücke gesichert und einen Einblick in das Leben auf der Wache erhalten haben, zu Ende gegangen.
