Beitrag: Volkshochschule Bochum bietet zwei thematische Rundgänge an
Postkarte aus der Greta Bauer Sammlung (GBS)

Bildnachweis: Stadt Bochum, Stadtarchiv, Gretel Bauer Sammlung

Bochums historische Facetten und städtebauliche Meilensteine stehen im Mittelpunkt zweier Erkundungstouren der Volkshochschule Bochum (vhs): Am Samstag, 10. Oktober 2026, lädt die Bildungseinrichtung parallel zu zwei thematischen Rundgängen durch das Stadtgebiet ein. Beide Führungen starten um 14:00 Uhr und dauern jeweils bis 16:15 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils acht Euro (Ermäßigungen möglich). Anmeldungen sind online unter vhs.bochum.de sowie telefonisch unter 0234 / 910 – 15 55 möglich.

Rundgang 1: „Grummer Geschichte“ – Vom Bauerndorf zur Bergbaugemeinde

Der Rundgang „Grummer Geschichte“ (Kursnummer: N12010) führt durch einen über 800 Jahre alten Stadtteil, der 1904 nach Bochum eingemeindet wurde. Anhand historischer Karten, Schautafeln und Fotografien zeichnet die Führung die tiefgreifenden Wandlungsprozesse des Quartiers nach. Neben den früheren Lebens- und Arbeitsbedingungen beleuchtet die Tour den prägenden Einfluss der Zeche Constantin der Große sowie die dunklen Kapitel des Zweiten Weltkriegs mit dem Einsatz von Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.

Ebenfalls thematisiert wird die Entstehung der Grummer Teiche in den 1970er Jahren, welche bis heute maßgeblich zum grünen und dörflichen Charakter des Viertels beitragen.

  • Treffpunkt: Vor der Grummer Kirche an der Josefinenstraße

  • Wichtiger Hinweis: Im Verlauf der Route ist an der Liboriusstraße eine starke Steigung zu bewältigen; festes Schuhwerk und gute Kondition werden empfohlen.

Rundgang 2: „Eine moderne Großstadt entsteht – Architektur der 1920er Jahre“

Zur selben Zeit taucht der Architektur-Rundgang (Kursnummer: N12013) in eine der dynamischsten Epochen der Bochumer Stadtgeschichte ein. Nach dem Ende der Ruhrbesetzung setzte ab 1924 ein beispielloser Bauboom ein, der Bochum das architektonische Gesicht einer selbstbewussten, modernen Metropole verlieh.

Die Route widmet sich wegweisenden Zeugnissen der klassischen Moderne, des Backsteinexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Zu den angesteuerten Stationen zählen unter anderem das traditionsreiche Lueg-Haus, das Ensemble der Sparkasse, das repräsentative Bochumer Rathaus sowie die ehemalige Hauptpost – der heutige Standort des entstehenden Zukunftsprojekts „Haus des Wissens“.

  • Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Platz (Bermudadreieck), direkt vor dem Handelshof / Mandragora

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