Beitrag: BOGESTRA baut neuen E-Busstandort
Drei E-Busse von 2025

(c) BOGESTRA

Strategische Neuausrichtung für die Mobilitätswende im mittleren Ruhrgebiet: Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) verändert ihre Planungen für den künftigen Innovations- und E-Busstandort in Bochum.

Statt wie ursprünglich vorgesehen an der Essener Straße im Stadtteil Weitmar, wird das zentrale Zukunftsprojekt für die Flotteneisenbahn nun auf dem ehemaligen Schlaraffia-Areal in Bochum-Wattenscheid realisiert.

Die rund 70.000 Quadratmeter große Liegenschaft konnte sich das Verkehrsunternehmen inzwischen durch einen Kauf sichern. Neben den passgenauen Zuschnitten für die anspruchsvollen technischen und betrieblichen Anforderungen bringt der Wattenscheider Standort einen wesentlichen Beschleunigungsfaktor mit: Für das Areal besteht bereits verbindliches Planrecht über einen Bebauungsplan. Dadurch entfallen langwierige Vorstufen, und die BOGESTRA kann ohne Verzögerungen direkt in die konkreten Umsetzungsschritte einsteigen. Der avisierte Zeitplan für die Inbetriebnahme bleibt somit weitgehend gewahrt.

Rückbau ab 2027 und Platz für bis zu 160 emissionsfreie Busse

Sofern die weiteren Vorbereitungen planmäßig voranschreiten, sollen bereits ab dem Jahr 2027 die ersten Rückbauarbeiten auf der Industriebrache starten. Die Aufnahme des regulären Betriebs ist für Anfang des kommenden Jahrzehnts terminiert.

Das Areal in Wattenscheid wird als reiner E-Bus-Betriebshof konzipiert:

  • Erste Ausbaustufe: In der anfänglichen Ausbaustufe bietet der neue Betriebshof modernen Stell- und Ladeplatz für 120 E-Busse.

  • Erweiterungsoption: Eine spätere Aufstockung der Kapazitäten auf bis zu 160 Fahrzeuge ist planerisch bereits fest vorgesehen.

  • Standortverbund: Ergänzend zum Neubau in Wattenscheid baut die BOGESTRA parallel ihren bestehenden Betriebshof in Gelsenkirchen-Ückendorf um, der derzeit aufwendig für die künftige E-Bus-Flotte modernisiert wird.

Mit dem Flächenerwerb stellt das Verkehrsunternehmen eine wichtige Weiche, um den öffentlichen Personennahverkehr im Netzgebiet Bochum/Gelsenkirchen schrittweise komplett auf klimaschonende und leise Antriebe umzustellen.

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