Beitrag: Ministerin Schäffer verleiht Preise beim „UNLIMITED HOPE 2026“
(c) Richard Lensit

Vier Tage lang stand Bochum ganz im Zeichen engagierter Geschichten, internationaler Perspektiven und bewegender Dokumentationen: Das Menschenrechte-Filmfestival UNLIMITED HOPE 2026 hat sich im Fritz Bauer Forum einmal mehr als hochkarätiger Anziehungspunkt für Filmschaffende und Gäste aus dem In- und Ausland bewiesen.

Das Renommee der Werkschau unterstrich dabei auch eine besondere Nachricht kurz vor Beginn: Zwei der gezeigten Produktionen sind inzwischen offiziell für die Oscars vorgeschlagen worden. Zum feierlichen Abschluss überreichte NRW-Familien- und Jugendministerin Verena Schäffer die Auszeichnungen an die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger.

Festivalleiterin Caroline Nokel, ihr Team und die Fachjurys blickten auf ein hochgradig interessiertes Publikum und intensive Debatten zurück. Prämiert wurden Werke, die aktuelle Menschenrechtsfragen, kriegsbedingte Traumata, aber auch Solidarität und kulturelle Selbstbestimmung aufgreifen.

Fritz Bauer & Raphael Lemkin Menschenrechte Filmpreise

Der Hauptpreis in der Kategorie Langfilm, dotiert mit 5.000 Euro, ging an das Werk „TRACES“ der ukrainischen Regisseurin Alisa Kovalenko, die die Ehrung persönlich im Forum entgegennahm. Die Jury würdigte den Film als herausragendes Zeugnis von Widerstandskraft und Solidarität: Er porträtiert Frauen, die unter widrigsten Umständen zusammenfinden, ein Überlebenden-Netzwerk knüpfen, Beweise sichern und die bewusste Entscheidung treffen, ihr Schweigen zu brechen.

In der Kategorie Kurzfilm (dotiert mit 1.000 Euro) zeichnete das Gremium „CATACOMBS“ von Shehab Fatoum aus. Die Laudatio hob hervor, wie durch die geschickte Verflechtung eines antiken und eines modernen Odysseus-Schicksals das Trauma kriegsbedingt heimatloser Menschen als universelles Menschheitsthema erlebbar wird.

Junge Stimmen prämiert: Die „Young Ruhrpott Awards 2026“

Drei Auszeichnungen im Wert von jeweils 1.000 Euro vergab die Nachwuchsjury im Rahmen der Young Ruhrpott Awards:

  • Dokumentarfilm: „WOHIN MIT MIR?“ von Marvin Menné berührte durch seinen feinfühligen Blick auf das Erwachsenwerden nach der Flucht sowie auf die Hürden, die junge Menschen auf dem Weg zum wirklichen Ankommen überwinden müssen.

  • Kurzfilm: „HALIMA“ von Linda Verweyen und Fahma Abdukader Farah thematisiert die schmerzhaften Folgen weiblicher Genitalverstümmelung, Flucht und Rassismus – stellt aber zugleich den unbändigen Mut, gegenseitige Stärkung und weibliche Selbstbestimmung in den Mittelpunkt.

  • Kurzformat: „CONNECTED THROUGH CYPHER“ von Loubna Doudouh überzeugte durch den kreativen Nachweis, wie die Hip-Hop-Kultur Menschen barrierefrei verbindet und Räume für Vielfalt und Begegnungen auf Augenhöhe stiftet.

Nach dem erfolgreichen Festivalabschluss richtet sich der Blick bereits nach vorn: Das Team des Fritz Bauer Forums bereitet bereits die Fortsetzung mit UNLIMITED HOPE 2027 vor.

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