Neue Treffen am LWL-Universitätsklinikum Bochum
Wenn ein nahestehender Mensch an einer Depression, Psychose oder einer anderen seelischen Krise erkrankt, gerät oft das gesamte Umfeld ins Wanken. Zwischen Fürsorge, Alltag und Sorgen vergessen Partner, Eltern oder erwachsene Kinder schnell das Wichtigste: sich selbst. Unter dem Leitgedanken „Ich darf an mich denken!“ startet das LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum eine kontinuierliche Angehörigenreihe. Das offene Angebot richtet sich an alle Menschen aus Bochum und dem mittleren Ruhrgebiet, die Unterstützung und Orientierung suchen.
Das erste Treffen der aktuellen Staffel findet am Mittwoch, 7. Oktober 2026, von 17:30 bis 19:00 Uhr direkt auf dem Klinikgelände an der Alexandrinenstraße im Stadtbezirk Mitte statt.
Warum der Austausch für Bezugspersonen so entscheidend ist
Psychische Erkrankungen belasten selten nur die Betroffenen allein. Angehörige übernehmen oft immense Verantwortung, stoßen dabei an ihre physischen wie seelischen Grenzen und fühlen sich mit ihren Ängsten nicht selten isoliert. Genau hier setzt die Initiative der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin an.
Im geschützten Rahmen erfahren Teilnehmende:
-
Entlastung durch Gemeinschaft: Zu erleben, dass andere Bochumer Familien vor ähnlichen Herausforderungen stehen, nimmt das Gefühl der Einsamkeit.
-
Fachliche Orientierung: Ein Arzt und ein Sozialarbeiter leiten die Gruppe fundiert an und ordnen Symptome verständlich ein.
-
Eigene Resilienz stärken: Es geht gezielt darum, eigene Grenzen wahrzunehmen und Strategien für den Krisenalltag zu entwickeln, ohne Schuldgefühle zu haben.
Welche Themen stehen im Mittelpunkt der Angehörigenreihe?
Die Abende verbinden fachliche Wissensvermittlung mit offenem Erfahrungsaustausch. Auf der Agenda stehen unter anderem:
-
Grundlagen psychischer Erkrankungen: Ursachen, Symptome, Krankheitsverläufe und moderne Behandlungsmöglichkeiten.
-
Umgang mit Krisensituationen: Praktische Deeskalation und Verhaltensweisen bei akuten Belastungsphasen im häuslichen Umfeld.
-
Selbstfürsorge: Hilfen zur Abgrenzung und Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige.
-
Erfahrungsaustausch: Raum für persönliche Fragen, Sorgen und individuelle Erfahrungsberichte.
Alle Eckdaten und Termine auf einen Blick
Die Teilnahme ist kostenlos und an keine Voraussetzungen geknüpft. Es spielt keine Rolle, ob sich der erkrankte Angehörige aktuell in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung der LWL-Klinik befindet – das Angebot steht jedem Interessierten offen.
| Merkmal |
Details |
| Auftakt-Termin |
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 17:30 – 19:00 Uhr |
| Folgetermine |
Jeder 1. und 3. Mittwoch im Monat (bis Jahresende) |
| Ort |
LWL-Universitätsklinikum Bochum, Alexandrinenstraße 1–3, 44791 Bochum |
| Leitung |
Ärztliche und sozialarbeiterische Fachkräfte |
| Kosten |
Kostenfrei, keine Voranmeldung erforderlich |
Wer Angehörige im Raum Bochum begleitet, erhält hier praxisnahe Hilfestellungen direkt aus der klinischen Praxis – unkompliziert, nahbar und auf Augenhöhe.