
Carina Gödecke
(c) Sebastian Sendlak
Besondere Würdigung für herausragendes Engagement im Dienste der Gesellschaft: Im Rahmen seiner Initiative „Ortszeit Deutschland“ zeichnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag, 24. September 2026, engagierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.
Die feierliche Ordensverleihung findet während des dreitägigen Amtsaufenthalts des Staatsoberhaupts im traditionsreichen LWL-Museum Henrichshütte im benachbarten Hattingen statt.
Unter den Ausgezeichneten befinden sich mit Carina Gödecke und Grigory Rabinovich zwei prominente Persönlichkeiten aus Bochum, die das demokratische, soziale und kulturelle Leben der Stadt und des Landes Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren maßgeblich prägen.
Carina Gödecke: Jahrzehntelanger Einsatz für Demokratie und Ehrenamt
Mit Carina Gödecke ehrt der Bundespräsident eine der profiliertesten politischen Persönlichkeiten des Landes. Über Jahrzehnte hinweg prägte sie die parlamentarische Demokratie in Nordrhein-Westfalen an entscheidender Stelle – unter anderem in den Ämtern als parlamentarische Geschäftsführerin, Landtagsvizepräsidentin sowie als Präsidentin des Düsseldorfer Landtags.
Neben ihrem parlamentarischen Wirken widmet sich Gödecke mit großer Kontinuität vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben. Als Botschafterin der Deutschen Kinderhospizstiftung und des Kinderhospizdienstes Ruhrgebiet setzt sie sich für schwerkranke Kinder und deren Familien ein. Zudem engagiert sie sich im Vorstand des Heinz-Kühn-Bildungswerkes, ist Kreisvorsitzende beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bochum und fungiert als stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises der Synagoge Bochum-Herne-Hattingen.
Grigory Rabinovich: Treibende Kraft für lebendiges jüdisches Leben

Grigory Rabinovich
(c) Sebastian Sendlak
Ebenfalls mit dem Verdienstorden geehrt wird Grigory Rabinovich, der seit 2002 als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen vorsteht und seit 2019 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe innehat. Jüdisches Leben blickt in Bochum auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurück – und Rabinovich trug als treibende Kraft entscheidend dazu bei, dass die 2007 geweihte neue Synagoge am Planetarium Wirklichkeit werden konnte.
Sein Bestreben gilt dabei nicht allein der Erinnerung an die Shoah, sondern vor allem der Förderung und Sichtbarkeit einer gegenwärtigen, aktiven jüdischen Gemeinschaft. Unermüdlich treibt Rabinovich die Verankerung der Einheitsgemeinde in den Stadtgesellschaften voran und engagiert sich für den interkulturellen und interreligiösen Dialog, für gelebte Toleranz sowie für den demokratischen Zusammenhalt.
