
Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
(c) Sebastian Sendlak
Das Eisenbahnmuseum Bochum in Dahlhausen kann eine seiner bedeutendsten historischen Anlagen aufwendig instand setzen: Für die denkmalgerechte Sanierung der 1920 eingebauten Drehscheibe am Ringlokschuppen erhält die Stadt Bochum Fördergelder aus dem Landesdenkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung stellt für die anstehenden Demontage- und Sanierungsarbeiten einen Betrag von insgesamt rund 200.000 Euro zur Verfügung, um altersbedingte Schäden an der Anlage und dem Schuppenensemble nachhaltig zu beheben.
Die Maßnahme zielt darauf ab, die komplexe Drehscheibentechnik originalgetreu nach historischem Vorbild zu restaurieren und ihre Betriebsfähigkeit langfristig zu sichern. Das Bochumer Museum verfügt über eine der letzten betriebsfähigen Drehscheiben im gesamten Ruhrgebiet. Seit über einhundert Jahren fungiert das Bauwerk als das buchstäbliche Herzstück des Geländes: Über die bewegliche Gleiskonstruktion wurden die Dampf- und Diesellokomotiven auf die verschiedenen Stellplätze des Ringlokschuppens sowie zu den Versorgungsstationen für Kohle und Wasser rangiert.
Einen Einblick in die Technik erhalten Interessierte am bevorstehenden Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 13. September 2026. Wie Heike Möller, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Bochum, erklärt, ist das Museum unter dem diesjährigen bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ ein ideales Ausflugsziel, bei dem die Drehscheibe trotz der erst anlaufenden Sanierungsphase im laufenden Betrieb vorgeführt wird.
