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Haus Kemnade
Das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade an der Straße An der Kemnade 10 in Hattingen startet am Sonntag, den 5. September 2026, mit einem vielfältigen Kulturprogramm in den Spätsommer.
Um 16:00 Uhr wird die Einzelausstellung „Spieglein, Spieglein…“ des Bochumer Künstlers Klaus Nixdorf feierlich eröffnet. Seit 2012 nutzt Nixdorf Spiegel sowie Spiegelfolien als prägendes Element für raumgreifende Installationen und Wandobjekte. Durch unterschiedlich dimensionierte Spiegelflächen wird der Umgebungsraum unmittelbar in das Kunstwerk einbezogen, sodass für das Publikum je nach Blickwinkel fragmentierte, dynamische Raumbilder entstehen. Zu sehen sind unter anderem vier Installationen in Spiegelkästen, wandelbare Wandarbeiten sowie am Boden arrangierte Farbstreifen, deren Rhythmus durch reflektierende Elemente gebrochen wird. Die Schau läuft bis zum 22. November 2026 bei freiem Eintritt.
Parallel dazu bereichert die Instrumentenausstellung des Hauses ihr Angebot ab dem 5. September um einen neuen Themenschwerpunkt: Unter dem Titel „blecherne Vielfalt“ werden rund 80 historische Blechblasinstrumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der Sammlung von Günter Hett präsentiert. Neben klassischen Trompeten, Posaunen, Hörnern und Tuben veranschaulichen auch außergewöhnliche Instrumentenbau-Kuriositäten wie nachgebaute Geigentrompeten und Klappentrompeten die klangliche sowie technische Evolution der Blasinstrumente. Hett, der selbst als Musiker und Instrumentenbauer aktiv ist, gewährt damit faszinierende Einblicke in historische Vorläufer moderner Ventilblasinstrumente.
Ergänzt wird das Ausstellungstrio durch neue Kostbarkeiten aus der renommierten Porträtminiaturen-Sammlung von Inge C. Rudowski. Gegliedert in drei thematische Schwerpunkte zeigt die Präsentation unter dem Titel „Ölgemälde in mini“ detailreiche Bildnisse des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter ein Porträt von Margarete Fugger. Die Sektion „Haarige Rückseiten“ widmet sich der historischen Tradition, kunstvoll geflochtene Haare der dargestellten Persönlichkeiten in die Rückseiten der Medaillons einzuarbeiten, während die Reihe „Porträtiert im Grünen“ elegante Bildnisse vor landschaftlichen Szenerien vereint. Als herausragendes Glanzstück gilt ein meisterhaftes Aquarell des französischen Miniaturmalers Jean-Baptiste Isabey aus der Zeit um 1818, das Catherine Demm, Countess of Beauchamp, darstellt.
