Beitrag: Spektakuläre Tunnel-Fahrt, Unfall auf der A40 und Kettensägen-Diebstahl
Verkehrsunfall auf der A40

(c) Feuerwehr Bochum

Ein technisch hochgradig anspruchsvoller Einsatz im Stadtbahnnetz, ein Alleinunfall auf der Autobahn sowie ein kurioser Diebstahl haben die Feuerwehr und die Polizei in Bochum in den vergangenen Tagen in Atem gehalten. Insbesondere der Montagvormittag forderte die Rettungskräfte mit zwei zeitgleichen Großeinsätzen im Stadtgebiet heraus.

Orientierungslos im Stadtbahntunnel: Autofahrerin legt einen Kilometer unter der Erde zurück

Zu einem außergewöhnlichen Zwischenfall rückten die Einsatzkräfte am Montag gegen 10:30 Uhr an die Castroper Straße aus. Eine Pkw-Fahrerin war nach einem akuten medizinischen Notfall im Bereich der oberirdischen Haltestelle „Vonovia Ruhrstadion“ in Fahrtrichtung Hauptbahnhof in den unterirdischen Stadtbahntunnel eingefahren. Die Frau passierte im Schacht orientierungslos die unterirdische Station „Planetarium“ und kam erst nach rund einem Kilometer Fahrt im Tunnel zum Stehen.

Eine Gefährdung durch den Schienenverkehr blieb glücklicherweise aus, da es zu keiner Begegnung mit Bahnen kam; ein sich auf der Strecke befindlicher Zug der BOGESTRA wurde parallel zügig und sicher evakuiert. Nach der medizinischen Erstversorgung brachten Notfallsanitäter die Patientin in ein Krankenhaus. Für die anschließende, technisch aufwendige Bergung hoben Feuerwehr und BOGESTRA den Pkw auf spezielle Rollwagen und zogen ihn mithilfe eines Zwei-Wege-Fahrzeugs aus dem gesperrten Tunnel. An dem bis 15:00 Uhr andauernden Einsatz waren bis zu 30 Kräfte der Wachen Innenstadt und Werne, der Rettungsdienst sowie Einheiten der Grundausbildung beteiligt.

Vorbildliche Ersthelfer bei Alleinunfall auf der A40

Bereits kurz zuvor, um 09:28 Uhr, war die Bochumer Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Autobahn A40 in Fahrtrichtung Dortmund alarmiert worden. Entgegen erster Notrufmeldungen über eine im Fahrzeug eingeklemmte Person war der Verunfallte bei Eintreffen der Retter bereits außerhalb des Wagens. Zwei couragierte Ersthelfer sowie die zufällig vorbeikommende Besatzung eines Gelsenkirchener Krankentransportwagens hatten den Verletzten bereits vorbildlich betreut und erstversorgt.

Die 22 angerückten Kräfte der Wachen Werne und Innenstadt übernahmen gemeinsam mit dem Notarzt die weitere Versorgung und sicherten die Unfallstelle ab, bevor der Patient zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert werden konnte.

Kettensäge aus Supermarkt entwendet: Festnahme nach Verfolgungsjagd in Werne

Bereits am frühen Samstagabend hatte zudem ein ungewöhnlicher Ladendiebstahl die Polizei im Stadtteil Werne beschäftigt. Gegen 17:45 Uhr betrat ein 44-jähriger, polizeibekannter Mann einen Discounter am Werner Hellweg in der Nähe der Straße „Deutsches Reich“, entwendete eine Kettensäge und flüchtete zunächst auf einem Fahrrad. Nach Hinweisen aufmerksamer Zeugen entdeckten Streifenbeamte den Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe.

Als dieser die Polizei bemerkte, setzte er seine Flucht zu Fuß fort, konnte jedoch nach einer kurzen Verfolgung in den angrenzenden Gärten gestellt und vorläufig festgenommen werden. Zwar führte der Mann die Kettensäge beim Zugriff nicht mehr mit sich, die Beamten fanden das Werkzeug sowie weiteres mutmaßliches Diebesgut jedoch kurz darauf bei einer Wohnungsdurchsuchung.

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