Beitrag: DFB-Pokal: Zittersieg im Frankenland
DFB Pokal

(c) Sebastian Sendlak

VfL Bochum erkämpft sich 2:1-Pokalerfolg bei Greuther Fürth

In einem intensiven und von vielen Unterbrechungen geprägten Erstrundenduell des DFB-Pokals hat der VfL Bochum bei der SpVgg Greuther Fürth einen glücklichen 2:1-Erfolg gefeiert. Das einzige reine Zweitliga-Duell der ersten Pokalrunde hielt genau das, was Experten im Vorfeld taktisch erwartet hatten: Die Hausherren kontrollierten über weite Strecken das Spielgeschehen, während sich die Gäste auf eine kompakte Defensive konzentrierten und ihre wenigen Offensivchancen mit maximaler Effizienz verwerteten. Mit diesem hart erkämpften Arbeitssieg baute der VfL seine Erfolgsserie gegen die Franken auf sechs Pflichtspielsiege in Serie aus, während Fürths letzter Erfolg gegen Bochum weiterhin aus dem November 2020 datiert.

Rund 1.800 mitgereiste Anhänger aus dem Ruhrgebiet sahen im sommerlichen Ronhof eine Bochumer Startelf, in der Christian Rasmussen den Vorzug vor Gerrit Holtmann auf dem linken Flügel erhalten hatte. Trotz der eher verhaltenen Gesamtkulisse begann Fürth schwungvoller, biss sich jedoch an der gut sortierten Bochumer Abwehrreihe die Zähne aus. Mitten in eine Phase harmloser Fürther Überlegenheit hinein schlug der VfL nach 25 Minuten eiskalt zu: Nach einem folgenschweren Querpassversuch in der Fürther Hintermannschaft bediente Maximilian Wittek den durchstartenden Rasmussen, der den Ball zwar etwas glücklich unter Kontrolle brachte, dann aber mit links präzise zum überraschenden 0:1 ins rechte Eck vollendete.

Fürth macht das Spiel – Bochum aber fürth

Auch im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber den besseren Start und erarbeiteten sich direkt nach Wiederanpfiff gute Gelegenheiten. Die Bochumer Mannschaft blieb offensiv weitgehend blass, bewies in der 64. Minute jedoch erneut maximale Effektivität. Nach den Auswechslungen von Rasmussen und Berkan Taz schlug Wittek eine verunglückte Flanke in den Strafraum, die Philipp Hofmann ebenso unkonventionell per Aufsetzer traf; die Kugel senkte sich unhaltbar für Torhüter Timo Hellstern zum 0:2 in den rechten oberen Torwinkel.

In der Schlussphase geriet der Auswärtssieg der Gäste zur reinen Abwehrschlacht. Der kurz zuvor eingewechselte Maxim Dal sorgte in der 77. Minute per Kopf nach einer Ecke von Luca Itter für den hochverdienten 1:2-Anschlusstreffer, nachdem Fürth nach dem zweiten Bochumer Treffer eine Torschussbilanz von 6:0 aufgebaut hatte. Für zusätzliche Dramatik sorgten verletzungsbedingte Sorgen auf Bochumer Seite: Nachdem bereits Oliver Olsen im ersten Durchgang sowie später Wittek angeschlagen vom Feld mussten, verletzte sich in der 86. Minute auch Jean-Manuel Mbom. Da das Wechselkontingent erschöpft war, musste der VfL die Endphase in Unterzahl bestreiten. Als in der letzten Minute auch noch Enis Cokaj nach einer Kopfverletzung das Spielfeld nach dem Concussion-Protokoll verlassen musste, verteidigten zeitweise nur noch neun Bochumer das eigene Gehäuse.

In einer siebenminütigen Nachspielzeit brannte es lichterloh im Bochumer Strafraum. Ein Distanzschuss von Lukas Reich blieb hängen, und ein wuchtiger Abschluss von Dennis Srbeny strich nur Zentimeter über die Querlatte. Dank einer geschlossenen Abwehrleistung und glänzenden Paraden von Torhüter Timo Horn brachte der VfL Bochum den knappen Vorsprung über die Zeit und zog in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals ein.

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