Beitrag: Aktion Monat des Kriegsgrabes
Kriegsgräberstätte Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof Bochum-Gerthe

Der Kreisverband Bochum des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Bochum laden im Rahmen der bundesweiten Reihe „Ge(h)denken – Monat des Kriegsgrabes im September 2026“ zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Am Donnerstag, den 3. September 2026, steht ab 17:00 Uhr die Kriegsgräberstätte auf dem kommunalen Friedhof in Bochum-Gerthe im Mittelpunkt des Gedenkens. Insgesamt gibt es im Bochumer Stadtgebiet 46 Kriegsgräberstätten, auf denen nahezu 10.000 Opfer der beiden Weltkriege ruhen.

Lebensschicksale und historische Einordnung im Fokus

Die Veranstaltung erinnert an die Lebens- und Leidensgeschichten von drei sehr unterschiedlichen Opfern der Nationalsozialismus-Aktivitäten, der Luftangriffe auf Bochum sowie der damaligen Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft. Treffpunkt für den Rundgang ist die Trauerhalle an der Kirchharpener Straße 63.

Oberbürgermeister Jörg Lukat, Dr. Kai Rawe vom Stadtarchiv Bochum sowie Ulrich Kind vom Projekt Kohlengräberland und Zeitgeist Ensemble begleiten das Programm mit Grußworten und inhaltlichen Einordnungen. Anhand der Biografien von Heinrich Fischer, Marianne Rzeznik und Leon Lewandowski veranschaulichen die Referenten, wie die Grabsteine und die Anlage die Geschichte des Stadtteils Gerthe während der NS-Zeit widerspiegeln. Alle Interessierten sind eingeladen, an dem Rundgang teilzunehmen und über die Bedeutung von Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert zu diskutieren.

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