Beitrag: Klaus-Steilmann-Berufskolleg setzt starke Zeichen für Toleranz und Demokratie
(c) Klaus-Steilmann-Berufskolleg

Gleich zwei besondere Aktionen prägen das Bild des Klaus-Steilmann-Berufskollegs (KSBK) im Kampf gegen Rassismus: Die feierliche Weitergabe des Abraham-Pokals und ein kreatives Upcycling-Projekt auf dem Schulhof.

Das Klaus-Steilmann-Berufskolleg in Bochum blickt auf eine lange Tradition des gesellschaftlichen Engagements zurück. Seit mehr als einem Jahrzehnt trägt die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und füllt diesen im Schulalltag kontinuierlich mit Leben. In den vergangenen Wochen stand die Institution im Fokus wichtiger Auszeichnungen und kreativer Aktionen, die zeigen, wie intensiv sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte für den interkulturellen Dialog, gegen Ausgrenzung und für gelebte Demokratie einsetzen.

Abraham-Pokal feierlich übergeben: KSBK schließt erfolgreiches Projektjahr ab

Am Klaus-Steilmann-Berufskolleg fand die feierliche Verleihung des renommierten Abraham-Pokals statt. Der Wanderpreis, der bereits seit dem Jahr 2006 verliehen wird, gilt als eines der wichtigsten regionalen Symbole für Toleranz, interreligiösen Austausch und das Aufbrechen von Vorurteilen zwischen verschiedenen Kulturen. Das Besondere am Abraham-Pokal: Er zeichnet Schulen nicht rückwirkend für bereits geleistete Arbeit aus, sondern versteht sich als bindender Arbeitsauftrag für die Zukunft. Die jeweils ausgezeichnete Institution verpflichtet sich, ein ganzes Schuljahr lang gezielte Projekte für gesellschaftlichen Zusammenhalt umzusetzen.

Das KSBK hat diese anspruchsvolle Aufgabe im vergangenen Jahr mit Bravour und großem Elan gemeistert. Andreas Bracke, Vorsitzender der CDU Bochum, nahm persönlich an der feierlichen Zeremonie teil und lobte das herausragende Engagement der Schulgemeinschaft. Ein besonderer Dank der Schulleitung und der Politik ging an die Ratsfrau und KSBK-Lehrerin Daniela Arndt, welche die zahlreichen Einzelprojekte über die Monate hinweg koordiniert und maßgeblich begleitet hatte. Nach dem erfolgreichen Abschluss des KSBK-Projektjahres wanderte der Pokal nun weiter: Die Heinrich-Böll-Gesamtschule übernahm die Trophäe und stellt sich damit der Verpflichtung für das kommende Jahr.

Kreative Schulhof-Aktion: Upcycling alter Verkehrsschilder gegen Diskriminierung

Dass Antirassismus-Arbeit am KSBK auch visuell und kreativ umgesetzt wird, zeigt ein neues Projekt, das seit einigen Tagen auf dem Schulgelände für viel Aufmerksamkeit sorgt. Wer über den Schulhof geht, stößt unweigerlich auf neu installierte, bunt gestaltete Schilder, die klare Botschaften gegen Rassismus, für soziale Gerechtigkeit und gegen jede Form von Ausgrenzung transportieren.

Die Entstehung der Schilder basiert auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit: Es handelt sich um ausrangierte, alte Verkehrsschilder, die im Keller der Schule lagerten. Unter der Leitung von Lehrerin Daniela Arndt nahmen sich die angehenden Verwaltungsfachangestellten der schulinternen Fachklassen (VBM und VBO) der alten Bleche an. Mit viel Herzblut, Farbe und kreativen Ideen wurden die Schilder komplett umgestaltet und mit neuen Slogans versehen. Die Schulgemeinschaft zeigt sich begeistert von der Idee, alten Verkehrszeichen ein neues, sinnstiftendes Leben einzuhauchen und damit täglich ein sichtbares Statement auf dem Schulhof zu setzen.

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Eine Dekade „Schule mit Courage“: Ein dauerhafter Lehrauftrag

Die aktuellen Aktionen reihen sich nahtlos in die Historie des Berufskollegs ein. Bereits im Jahr 2014 wurde der Schule die offizielle Urkunde „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durch den ehemaligen Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert überreicht. Seit nunmehr zehn Jahren engagieren sich die Beteiligten aktiv im Unterricht und in Sonderveranstaltungen gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus sowie gegen die Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen oder Menschen mit Behinderungen.

Um diesen Status nicht nur als Plakette an der Wand zu tragen, hat das KSBK einen festen Ritus etabliert: Zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres sammelt die Schülerinitiative Unterschriften unter den neuen Klassen. Damit bekennen sich auch die Schulabgänger von morgen zu den verbindlichen Leitsätzen der Schulgemeinschaft. Das KSBK beweist damit eindrucksvoll, dass Demokratieförderung und Vielfalt keine temporären Trends sind, sondern fest im Fundament des Bochumer Schulalltags verankert bleiben.

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