
Zwischen Gestern und Morgen_Rathaus 2025
(c) Philip Lehmann
Ein multimediales Fotoprojekt der Journalistin Judith Büthe macht persönliche Lebensgeschichten im öffentlichen Raum sichtbar.
Bochum wird ab dem Sommer zu einer großen, freizugänglichen Freiluft-Galerie für menschliche Lebenswege. Vom 4. Juli bis zum 11. Oktober 2026 tourt die vom Bochum-Fonds geförderte Wanderausstellung „Zwischen Gestern und Morgen“ der lokalen Fotografin und Journalistin Judith Büthe durch die verschiedenen Stadtteile. Das kreative Konzept umfasst 25 Gesichter und 25 persönliche Geschichten aus der direkten Nachbarschaft. An insgesamt sieben Stationen im gesamten Stadtgebiet präsentiert Büthe großformatige Portraits, die den Betrachter einladen, die Stadt als einen lebendigen, von individuellen Biografien und gesellschaftlichen Realitäten geprägten Raum neu zu begreifen.
Modulare Kuben und digitale Videointerviews im Stadtraum
Die technische und visuelle Umsetzung der mobilen Ausstellung setzt auf ein modernes, flexibles Modulsystem. Die imposanten Portraits werden auf freistehenden, modularen Kuben im urbanen Raum montiert. Das Besondere an dem Konzept ist die crossmediale Verknüpfung: An jedem Kunstwerk befindet sich ein QR-Code. Passanten können diesen ganz unkompliziert mit dem eigenen Smartphone einscannen, um direkt vor Ort das passende, tiefgründige Videointerview der gezeigten Person abzurufen. Auf diese Weise holt die Künstlerin die Menschen aus der Anonymität des Alltags und lässt sie von ihrem heutigen Leben, ihren Gefühlen von Zugehörigkeit sowie ihren Visionen für das Bochum von morgen erzählen.
Bewusster Fokus auf die verschiedenen Stadtteile
Nach einer einjährigen Vorbereitungsphase startete das Projekt bereits im September 2025 mit ersten Stationen am Rathausplatz sowie im Q1 Stadtteilzentrum. Für Judith Büthe war jedoch von Anfang an klar, dass die eigentliche große Reise durch die Quartiere erst im Sommer 2026 stattfinden soll. Bei der Auswahl der sieben Standorte wurden ganz bewusst alle Himmelsrichtungen der Stadt abgedeckt, um nicht nur die City, sondern auch die einzelnen Ortsteile aktiv einzubinden. Die Ausstellungen im öffentlichen Raum sind rund um die Uhr geöffnet und barrierefrei beziehungsweise barrierearm zugänglich.
Die Stationen und Termine im Überblick:
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4. bis 15. Juli: Friedenskirche, Hochstraße 2 (Bochum-Wattenscheid)
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15. bis 27. Juli: Marienkirche, Alte Bahnhofstraße 182 (Bochum-Langendreer)
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28. Juli bis 11. August: Marktgarten, Turnstraße (Bochum-Gerthe)
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11. bis 21. August: Ladenzeile, Rosenbergstraße / Ecke Haydnstraße (Bochum-Harpen)
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21. August bis 2. September: Hufelandplatz (Bochum-Querenburg/Hustadt)
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3. September bis 11. Oktober: Fritz-Bauer-Forum, Feldmark 107 (Altenbochum) – die Vernissage findet hier am 3. September um 18 Uhr statt.
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22. bis 26. September: Husemannplatz (Bochum-Mitte) – diese Sonderstation öffnet parallel zum Termin in Altenbochum im Rahmen des Wissensfestivals „Geistesblitz #1“ rund um das entstehende Haus des Wissens.
Über die Künstlerin Judith Büthe
Hinter dem engagierten Projekt steht eine freie Fotografin und Journalistin mit einem ausgeprägten Gespür für sozialdokumentarische Themen. Judith Büthe lebt und arbeitet in Bochum und blickt auf eine langjährige, europaweit ausgezeichnete Karriere zurück. Neben ihren künstlerischen Ausstellungen engagiert sie sich stark im humanitären Sektor; so dokumentierte sie unter anderem die Situation auf zivilen Rettungsschiffen im Mittelmeer sowie auf der Balkanroute, um auf die Themen Flucht, Migration und kulturelle Vielfalt aufmerksam zu machen. Mit ihrer aktuellen Arbeit verwandelt sie Bochums Straßen in eine interaktive Bühne für neue, ungeschönte Perspektiven. Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte online unter www.gestern-und-morgen.de.
