
16 Kranich
Die Stadtbücherei Bochum lädt zu einem Vortrag über die Kunst des Papierfaltens und die historische Bedeutung des Kranichs in der Friedensbewegung ein.
Die Stadtbücherei Bochum veranstaltet am kommenden Freitag, dem 26. Juni, ein besonderes kulturelles Highlight im Bildungs- und Verwaltungszentrum am Gustav-Heinemann-Platz 2–6. In Kooperation mit der Bochumer Regionalgruppe der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) steht ab 18.30 Uhr ein Vortrag zum Thema „Origami for Peace“ auf dem Programm. Die Referentin Dr. Gabriele von Wahlert beleuchtet darin die enge Verbindung zwischen der traditionellen japanischen Faltkunst und der modernen, weltweiten Friedensbewegung. Der Eintritt zu der Abendveranstaltung ist komplett kostenfrei, eine vorherige Online-Anmeldung über die Webseite der Stadtbücherei wird jedoch empfohlen.
Die tiefere Bedeutung des majestätischen Vogels
Der Kranich gilt unbestritten als das bekannteste und am häufigsten gefaltete Motiv der klassischen Origami-Kunst. In der japanischen Kultur besitzen diese majestätischen Vögel seit jeher einen tief verwurzelten und überaus positiven Stellenwert. Sie gelten traditionell als Boten des Glücks, die den Menschen Wohlstand bringen und für die Erfüllung sehnlicher Wünsche stehen. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich diese Symbolik jedoch stark weiterentwickelt und eine globale politische Dimension angenommen. Heute stehen die papiernen Vögel international als kraftvolles Zeichen für den Frieden und den unermüdlichen Kampf zur Verhinderung von Atomkriegen.
Begleitende Ausstellung in der Zentralbücherei
Der Vortrag von Dr. Gabriele von Wahlert bildet den thematischen Mittelpunkt einer groß angelegten Kooperation in der Bochumer Innenstadt. Das Event ist eingebettet in die fortlaufende Ausstellung „Origami for Peace – Die Kunst des Papierfaltens und die aktuelle Friedensbewegung“. Diese feierlich gestaltete Schau kann von Interessierten noch bis Mittwoch, dem 8. Juli, im Obergeschoss der Zentralbücherei besichtigt werden. Die Ausstellung sowie das gesamte dazugehörige Begleitprogramm wurden von den Mitgliedern der IPPNW-Gruppe initiiert, um das Bewusstsein für die atomare Abrüstung in der heutigen Zeit zu schärfen.
