
Anneliese Brost Musikforum Ruhr
(c) Sebastian Sendlak
Teilnehmerrekord zum runden Geburtstag: Die Musikschule Bochum füllt den Konzertsaal an zwei Tagen mit rund 5.000 begeisterten Gästen und feiert eine tänzerische Premiere.
Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr hat am vergangenen Wochenende, 13. und 14. Juni 2026, eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es ein lebendiges Haus für alle Bochumerinnen und Bürger ist. Bei den alljährlichen Abschlusskonzerten des Landesprogramms „JeKits“ (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen) der Musikschule Bochum platzte die renommierte Kulturstätte an der Marienplatz-Schnittstelle aus allen Nähten. Insgesamt rund 5.000 interessierte Eltern, Großeltern und Musikbegeisterte strömten zu den insgesamt sechs Einzelveranstaltungen, um den musikalischen Nachwuchs der Stadt lautstark zu feiern.
Logistische Meisterleistung und ein historischer Teilnehmerrekord
Hinter dem bunten Konzertwochenende steckte eine organisatorische Mammutaufgabe, die vom Team der Musikschule reibungslos gestemmt wurde. Über einhundert Lehrkräfte waren im Dauereinsatz, um den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen, das Stimmen der Instrumente und die Koordination der Klassen zu garantieren. Das Engagement spiegelte sich in einem historischen Rekord wider: Mehr als 1.300 Jungen und Mädchen aus den zweiten, dritten und vierten Klassen der Bochumer Grundschulen standen im Laufe der beiden Tage auf der großen Bühne – so viele aktive Kinder wie noch nie zuvor in der Geschichte der lokalen JeKits-Konzerte.
Neben den klassischen Orchester- und Gesangsbeiträgen hielt das diesjährige Programm eine ganz besondere Premiere bereit. Zum ersten Mal eroberten die Tanzkinder der Grundschulen das Parkett des großen Saals. Mit ihren eigens einstudierten, farbenfrohen und dynamischen Choreografien füllten sie die Bühne bis auf den letzten Platz und sorgten für begeisterten Applaus im Publikum.
Zehn Jahre Musikforum: Der Gründungsanspruch wird Realität
Für das Anneliese Brost Musikforum Ruhr setzte das furiose JeKits-Wochenende gleichzeitig einen emotionalen Akzent im laufenden Kalenderjahr. Die moderne Spielstätte, die Heimat der Bochumer Symphoniker ist, feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Bei der Eröffnung vor einer Dekade lautete der zentrale, kulturpolitische Anspruch der Planer, kein elitärer Musentempel zu sein, sondern ein offenes, barrierefreies Haus für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu werden.
Wenn weit über tausend Bochumer Schulkinder aus allen Stadtteilen die Bühne zum Beben bringen und tausende Angehörige das Foyer bevölkern, wird genau dieser demokratische Grundgedanke im besonderen Maße mit echtem Leben gefüllt.
