
Packen beim 100. Jubiläum mit an: Carla und Hubertus Fiege
(c) Sebastian Sendlak
Ein Jubiläums-Hofverkauf der Privatbrauerei Moritz Fiege lockte unzählige Autofahrer an und sorgte für lange Staus in der Innenstadt. Die Betreiber zeigten sich vom riesigen Ansturm überrascht.
Mit einem beispiellosen Publikumsansturm hat die Privatbrauerei Moritz Fiege am Samstag ein rundes Jubiläum gefeiert. Eigentlich sollte es von 11 bis 15 Uhr ein gemütlicher Hofverkauf im Rahmen der Sammelaktion zu „Hundert Jahren Moritz Fiege Pils“ werden. Doch die Aktion entwickelte sich zu einem regelrechten Publikumsmagneten, der die Verantwortlichen komplett überraschte. Hunderte Autofahrer strömten auf das Brauereigelände an der Scharnhorststraße, um sich ohne auszusteigen die exklusiven Treueprämien und frisches Bier zu sichern. Das enorme Interesse der Fans sorgte jedoch schnell für lange Warteschlangen und stellte die Logistik vor Ort auf eine harte Probe.
Verkehrschaos rund um die Traditionsbrauerei in der Bochumer Innenstadt
Die Resonanz auf den angekündigten Drive-in-Verkauf sprengte alle logistischen Erwartungen der Familienbrauerei bei Weitem. Autofahrer nahmen für die begehrten Kisten und Jubiläums-Prämien eine Wartezeit von über zwei Stunden in Kauf. Auf den Kennzeichen der wartenden Fahrzeuge spiegelte sich die treue Fangemeinde wider, die weit über die Grenzen von Bochum, Recklinghausen oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis hinausreicht. Sogar Kennzeichen aus Mettmann waren in der Schlange zu sichten, und der am weitesten gereiste Kunde kam extra aus Offenbach angereist, um sich den gesamten Kofferraum vollzuladen. Gegen 14 Uhr mussten schließlich die Bochumer Cheerleader Starlets die Zufahrt zum Gelände komplett versperren, da der Ansturm sonst nicht mehr zu bewältigen gewesen wäre. Der Verkehr staute sich zeitweise bis zum Hauptbahnhof zurück, was ein massives Verkehrschaos auslöste und den Einsatz der Polizei zur Verkehrsregelung erforderlich machte.
Begeisterung und lange Schlangen beim Jubiläumsverkauf in Bochum
Trotz der extremen Verzögerungen blieb die Stimmung unter den wartenden Bierliebhabern auf der Erlebnisstrecke erstaunlich gelassen und positiv. Das Prinzip war denkbar einfach: Die Kunden kauften haushaltsübliche Mengen Moritz Fiege und bekamen als Dankeschön zu jedem Kasten ein Sixpack Pils, Radler Grapefruit alkoholfrei oder Limonade gratis dazu. Die Mitarbeiter der Brauerei packten tatkräftig mit an und luden die Ware direkt in die offenen Kofferräume. „Hundert Jahre Moritz Fiege Pils bedeuten für uns vor allem hundert Jahre gemeinsamer Genussmomente mit den Menschen in Bochum und dem Ruhrgebiet. Mit unserer Sammelaktion und dem Hofverkauf möchten wir uns für diese Treue bedanken und gleichzeitig dieses Jubiläum mit vielen Moritz-Fiege-Fans gemeinsam auf dem Brauhof feiern und erlebbar machen“, betont Carla Fiege. Nach dem Event zeigte sie sich sichtlich beeindruckt von den Massen: „Mit dem Ansturm habe ich nicht gerechnet.“
Die erfolgreiche Sammelaktion, die bereits seit dem 8. Mai läuft, belohnt treue Kunden noch bis zum 30. September 2026 mit exklusiven Prämien für hochgeladene Kassenbons. Auch die Unterstützung von lokalen Lieblingsvereinen im Rahmen einer Vereins-Challenge ist dabei über die Kronkorken-Punkte weiterhin möglich. Am Samstag stand jedoch das unmittelbare Erlebnis auf dem Brauereihof im Mittelpunkt, das von den Inhabern persönlich begleitet wurde. Nach dem turbulenten Tag zog Hubertus Fiege ein Fazit zur ursprünglichen Konzeption: „Wussten nicht, was uns erwartet. Wahnsinn, die Menschen sind trotz Wartezeit freundlich gewesen.“ Wie ist die Idee entstanden? „Die Idee kam aus dem Team. ‚Lass uns die Leute dahin bringen, wo das Bier herkommt, und durch die Brauerei fahren lassen‘.“
