
Gekippter LKW
(c) Polizei Bochum
Zwei größere Einsätze hielten die Rettungskräfte und die Polizei im Bochumer Stadtgebiet in Atem. Während in der Innenstadt nach einem brutalen Blitzeinbruch mit einem Gullydeckel gefahndet wird, musste die Feuerwehr in Werne einen gefangenen Lastwagenfahrer aus seiner Kabine befreien.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Bochumer Fußgängerzone zu einem schweren Diebstahlsdelikt. Bislang unbekannte Täter suchten gegen 4:25 Uhr am frühen Morgen ein Juweliergeschäft an der Huestraße auf. Die Kriminellen gingen dabei mit massiver körperlicher Gewalt vor, indem sie einen zuvor ausgehobenen Gullydeckel gezielt gegen die Schaufensterscheibe warfen. Durch das auf diese Weise entstandene Loch griffen die Täter in die Auslage, entwendeten diversen hochwertigen Schmuck und flüchteten unmittelbar danach zu Fuß in Richtung des Hauptbahnhofs.
Täterbeschreibung nach dem Einbruch an der Huestraße
Mehrere Zeugen wurden durch den Lärm auf das Geschehen aufmerksam und konnten die beiden flüchtenden Tatverdächtigen beobachten. Die Ermittler des zuständigen Kriminalkommissariats stützen sich bei der Suche auf die vorliegenden Beschreibungen. Demnach waren beide Personen von eher kleiner Körperstatur und hatten eine schlanke Figur. Während der Tatausführung waren beide Verdächtige mit schwarzen Oberteilen bekleidet, wobei eine der Personen zudem eine auffällig weiße Hose trug.
Wer in den frühen Morgenstunden im Bereich der Huestraße oder am Hauptbahnhof verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Identität der Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Kriminalwache nimmt relevante Angaben unter den Rufnummern 0234 909-4635 oder 0234 909-4441 entgegen.
Feuerwehr befreit Lastwagenfahrer nach Baustellenunfall in Werne
Am frühen Montagnachmittag ereignete sich ein weiterer Zwischenfall, der den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst erforderte. Gegen 13:45 Uhr ging ein Notruf über einen umgestürzten Kipplaster auf einer Straßenbaustelle am Werner Hellweg ein. Der Unfallort befand sich in unmittelbarer Nähe zur Hauptfeuer- und Rettungswache in Werne, wodurch die ersten Einsatzkräfte bereits nach wenigen Minuten am Unglücksort eintrafen. Vor Ort zeigte sich, dass das schwere Baufahrzeug während des laufenden Kippvorgangs die Balance verloren hatte, in Schräglage geraten und teilweise umgestürzt war.
Der Lastwagen stand beim Eintreffen der Retter in einer extrem instabilen Position und drohte weiter abzurutschen. Der Fahrer befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Führerhaus. Er war zwar glücklicherweise unverletzt geblieben, konnte die Kabine aufgrund der gefährlichen Neigung des Fahrzeugs jedoch nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Die Einsatzkräfte sicherten den Lkw zuerst mit Spezialgerät gegen ein weiteres Umkippen. Im Anschluss leiteten die Wehrmänner die technische Rettung ein und befreiten den unverletzten Fahrer über das Seitenfenster mithilfe einer Leiter. Die Bergung des havarierten Kipplasters wurde im Anschluss an eine spezialisierte Fachfirma übergeben. Insgesamt befanden sich 24 Einsatzkräfte der Wache Werne sowie die Ausbildungseinheit „Training on Job“ im Einsatz, der gegen 14:10 Uhr erfolgreich beendet werden konnte.
