Beitrag: Diskussionsrunde zu 25 Jahren Regionalem Einzelhandelskonzept
Kunstmuseum Bochum

Die Stadt Bochum setzt ihre etablierte Veranstaltungsreihe „Stadtgespräche“ fort und lädt zu einer Bestandsaufnahme in das Kunstmuseum an der Kortumstraße 147 ein.

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, widmet sich die ab 19 Uhr beginnende Diskussionsrunde einem zentralen Thema der regionalen Wirtschaftsentwicklung unter dem Titel „25 Jahre Regionales Einzelhandelskonzept – erfolgreiche regionale Kooperation und Zukunft des stationären Einzelhandels“. Die Veranstaltung bietet der Stadtgesellschaft die Möglichkeit, sich ohne vorherige Anmeldung und bei freiem Eintritt über die strategische Ausrichtung der lokalen Zentren zu informieren.

Seit der Jahrtausendwende arbeiten die Stadt Bochum und die benachbarten Kommunen im Östlichen Ruhrgebiet gemeinschaftlich an einer abgestimmten Entwicklung des Handelssektors. Das primäre Ziel dieser interkommunalen Kooperation besteht darin, potenzielle Nutzungskonflikte zu minimieren und eine ausgewogene Versorgungsstruktur für die Bevölkerung in der Region dauerhaft zu sichern. Das Regionale Einzelhandelskonzept (REHK) gilt in der Bundesrepublik als ein wichtiges Vorreiterprojekt für kooperative Steuerungsprozesse. Nach Angaben der Planungsbeteiligten trug das Instrument in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich dazu bei, schädliche Konkurrenzsituationen zwischen den Städten zu entschärfen, bestehende Standorte gezielt zu stärken und gemeinsame Qualitätsstandards im Ballungsraum zu etablieren.

Experten diskutieren Transformationsdruck und Digitalisierung des Handels

Im Rahmen des Vierteljahrhunderts erfolgreicher Zusammenarbeit kommen bei der Veranstaltung im Kunstmuseum Fachleute aus Kommunalverwaltungen, dem zuständigen Ministerium, der Wirtschaft sowie Vertreter der Stadtgesellschaft zusammen. Im Fokus des Austauschs stehen die veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, mit denen sich der stationäre Einzelhandel konfrontiert sieht. Hierzu zählen insbesondere das stark veränderte Konsumverhalten der Kunden, die fortschreitende Digitalisierung, die spürbare Flächenknappheit in den Zentren sowie der allgemeine Transformationsdruck auf die klassischen Innenstädte.

Die geplanten Fachvorträge und die anschließende Podiumsdiskussion sollen aufzeigen, wie die verschiedenen Akteure diesen tiefgreifenden Herausforderungen begegnen können und welche strategische Funktion der regionalen Kooperation in Zukunft zukommen wird. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Debatte liegt auf der Fragestellung, durch welche Maßnahmen der stationäre Handel in den kommenden Jahren attraktiv und wettbewerbsfähig gehalten werden kann. Als Lösungsansätze werden unter anderem neue Konzepte zur Nutzungsmischung in den Stadtteilzentren, innovative Ladenmodelle sowie eine Steigerung der allgemeinen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum diskutiert. Auch die Rolle der kommunalen und regionalen Steuerung innerhalb einer zunehmend hybriden Handelslandschaft bildet einen Kernbestandteil der Analyse.

Die Moderation des Abends teilen sich zwei erfahrene Akteure der regionalen Planungspraxis. Durch das Programm führen Christina Nitz von der Stadt Datteln und Burkhard Huhn, Abteilungsleiter im Bochumer Amt für Stadtplanung und Wohnen sowie langjähriger Vorsitzender des zuständigen Arbeitskreises für das Regionale Einzelhandelskonzept.

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