Beitrag: Neues Symposium zu Schizophrenie und Sucht in Bochum
Schizophrenie und Sucht – Symbolbild

(c) KI gemini

Das LWL-Universitätsklinikum beleuchtet die fatalen Folgen von Drogenkonsum. Fachleute diskutieren über die Risiken nach der Cannabis-Legalisierung.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum des Landschaftverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrem Wissenschaftlichen Symposium am Mittwoch (10.6.) ein: „Schizophrenie und Sucht“. Diskutiert werden soll der folgenschwere Zusammenhang von Rauschmittelgebrauch und Schizophrenie – auch vor dem Hintergrund der Legalisierung von Cannabis vor zwei Jahren. Die Veranstaltung bringt hochkarätige Experten im Herzen des Ruhrgebiets zusammen, um über eine der größten Herausforderungen der modernen Jugendpsychiatrie zu sprechen. Durch die veränderte Gesetzeslage hat das Thema in den vergangenen Monaten eine enorme gesellschaftliche Relevanz gewonnen. Die Mediziner möchten aufklären und fundierte Lösungsansätze für die Praxis aufzeigen.

LWL Universitätsklinikum Bochum warnt vor den Gefahren von Cannabis

„Cannabis, Amphetamine und andere psychoaktive Substanzen gelten als die stärksten Treiber für die Entstehung von schizophrenen Erkrankungen“, erklärt Prof. Georg Juckel, Gastgeber des Symposiums. „Sie sorgen für viel Leid im Vorfeld der Erkrankung, während psychotischer Phasen und im Nachgang.“ Die Frühwarnsysmptome sind häufig sehr unspezifisch und Anzeichen schwer erkennbar, so dass Jahre vergehen, bis eine Diagnose erfolgt. Eine Behandlung kann dann oft nur unter erschwerten Bedingungen starten. Die Prognose ist dabei deutlich schlechter, wenn weiterhin Rauschmittel konsumiert werden.

Wissenschaftler und Suchtforscher sind zwei Jahre nach der Teillegalisierung in engem Austausch und fordern Nachbesserungen bei Prävention, Jugendschutz und der Regulierung extrem wirksamen Cannabis. Die Debatte um den Schutz von Jugendlichen steht dabei ganz besonders im Fokus der Wissenschaftler. Es gilt, die Aufklärung an den Schulen im Land massiv zu verstärken. Nur so kann der gefährliche Kreislauf aus Konsum und psychischer Erkrankung frühzeitig durchbrochen werden. Die Experten erhoffen sich vom Symposium auch einen Impuls für die Bundespolitik.

Anmeldung für das medizinische Event an der Alexandrinenstraße

Eingeladen sind neben medizinischen und therapeutischen Fachleuten vor allem auch Lehrkäfte an Schulen, Hochschulen oder anderen Bildungseinrichtungen. Veranstaltungsort des Symposiums am 10. Juni, 15 Uhr bis 18 Uhr, ist das LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1. Anmeldungen werden erbeten per E-Mail: forschungundlehre@lwl.org. Bei einer Online-Teilnahme werden die Zugangsdaten nach Anmeldung per E-Mail mitgeteilt. Durch die hybride Ausrichtung können auch interessierte Fachkräfte aus anderen Städten problemlos teilnehmen.

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