Beitrag: Politik kämpft für die Zukunft der Stahlindustrie
(c) thyssenkrupp Steel

Die Transformation zu einer klimaneutralen Produktion fordert die Wirtschaft im Revier heraus. Auch Bochumer Abgeordnete fordern den klaren Schutz der Arbeitsplätze.

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Landtag NRW, Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und dem Europaabgeordneten Jens Geier war Serdar Yüksel MdB (SPD) zu Gast bei thyssenkrupp in Duisburg. Der Besuch bei einem der größten Arbeitgeber der Region hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck. Hier wurde deutlich, welche enorme Leistung hinter der Stahlproduktion steckt. Beeindruckende Anlagen, hochkomplexe Prozesse und vor allem viele engagierte Beschäftigte, die jeden Tag die Grundlage für Wertschöpfung und Wohlstand schaffen. Als Bochumer Bundestagsabgeordneter durfte Yäksel sich vor Ort selbst ein Bild von den gigantischen Dimensionen der modernen Metallverarbeitung machen.

Klimaneutrale Stahlproduktion fordert ThyssenKrupp in Duisburg heraus

Gleichzeitig steht die Branche vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: der Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion. Dafür braucht es Investitionen, Planungssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen auf den internationalen Märkten. Der anstehende Wandel erfordert nicht nur technologische Höchstleistungen, sondern auch immense finanzielle Kraftanstrengungen von allen Beteiligten. Stahl bleibt ein Schlüsselprodukt für die deutsche Wirtschaft. Er wird für den Wohnungsbau, die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Energiewende benötigt.

Moderne Industriepolitik bedeutet deshalb, Klimaschutz und industrielle Stärke zusammenzudenken. Das Erreichen der ambitionierten Klimaziele darf nicht zu einer Deindustrialisierung des Ruhrgebiets führen. An der Stahlindustrie hängen nicht nur Arbeitsplätze in den Werken selbst, sondern ganze Wertschöpfungsketten in Industrie und Mittelstand. „Deshalb müssen wir die Transformation aktiv begleiten und die richtigen politischen Rahmenbedingungen schaffen. Klimafreundliche Industrie, sichere Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stärke gehören zusammen“, so Serdar Yüksel.

Andrea Busche fordert soziale Verantwortung für Beschäftigte in Bochum

Das politische Interesse an diesem Termin war spürbar, wenn auch ungleich verteilt zwischen den einzelnen Fraktionen. Von den anderen Parteien waren nur wenige Vertreter vor Ort. AfD war gar nicht anwesend. Diese Abwesenheit sorgte am Rande der Werksführung für viel Gesprächsstoff unter den anwesenden Landtagsabgeordneten. Neben Serdar Yüksel war auch Andrea Busche MDL aus Bochum bei dem Termin anwesend und berichtete von einem beeindruckenden Termin, aber auch der Deutlichkeit, dass man Thyssen Krupp häufig Subventionen zukommen lies und das Unternehmen so auch in der Verantwortung der Mitarbeiter steht und diese Arbeitsplätze schützen muss.

Die Bochumer Abgeordnete machte damit unmissverständlich klar, dass staatliche Hilfen immer an soziale Bedingungen geknüpft sein müssen. Wenn Steuergelder in Milliardenhöhe fließen, haben die Konzerne eine Pflicht gegenüber der Belegschaft im Revier. Die Sicherung der Standorte in Duisburg und Umgebung hat direkte Auswirkungen auf Zulieferer und Dienstleister in Bochum. Der Strukturwandel kann nur gelingen, wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, um den industriellen Kern im Ruhrgebiet dauerhaft zu erhalten.

Auf Social Media teilen