Beitrag: Ersthelferin rettet vier Menschen vor dem Ertrinken in der Ruhr
Badeunfall in der Ruhr

(c) Feuerwehr Bochum

Ein dramatischer Rettungseinsatz an der Ruhr hielt die Einsatzkräfte in Atem. Eine Ärztin griff beherzt ein und verhinderte am Ufer in Bochum eine schreckliche Tragödie.

Am Sonntagnachmittag verwandelte sich ein friedlicher Familienausflug an der Ruhr im Bereich der Kemnader Straße 524b plötzlich in ein lebensgefährliches Drama. Eine achtköpfige Familie hatte sich am Ufer in unmittelbarer Nähe der DLRG-Station Bochum Süd e.V. zum Grillen versammelt, als das Unglück seinen Lauf nahm. Aus bislang ungeklärter Ursache rutschten drei Frauen ins Wasser und drohten in den Fluten der Ruhr zu ertrinken. Ein herbeieilendes Familienmitglied versuchte sofort zu helfen, geriet jedoch in der starken Strömung des Fließgewässers umgehend selbst in massive Not. Die dramatische Lage weitete sich somit innerhalb von Sekunden auf insgesamt vier hilflose Personen im Wasser aus.

Mutiger Rettungseinsatz an der Kemnader Straße in Bochum Süd

Eine zufällig vorbeikommende Fahrradfahrerin, die von Beruf Ärztin ist, erkannte die lebensbedrohliche Situation am Ufer sofort und griff ohne Zögern beherzt ein. Mit enormem körperlichen Einsatz gelang es der Medizinerin, alle vier Personen eigenständig aus dem Wasser der Ruhr zu retten. Zum Zeitpunkt der geglückten Rettung war eine der betroffenen Frauen bereits bewusstlos, woraufhin die Ärztin sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen am Ufer begann. Parallel dazu alarmierte ein weiteres Familienmitglied die nahegelegene DLRG-Station Bochum Süd e.V., deren Einsatzkräfte umgehend an der Unfallstelle eintrafen. Gemeinsam mit der Ersthelferin unterstützten die Rettungsschwimmer die medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr.

Nach dem Eintreffen der städtischen Rettungskräfte erfolgte eine umfassende Sichtung aller beteiligten Personen vor Ort. Eine Person wurde schwer verletzt, drei Personen wurden leicht verletzt, und die vier weiteren Familienmitglieder blieben unverletzt, waren jedoch akut betreuungspflichtig. Nach ersten Einschätzungen der Experten vor Ort handelt es sich bei den betroffenen Opfern vermutlich um Nichtschwimmer. Alle Patienten wurden durch den alarmierten Rettungsdienst adäquat medizinisch versorgt, und die schwer verletzte Frau wurde im Anschluss in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Der gesamte Rettungseinsatz an der Ruhr dauerte insgesamt rund zwei Stunden.

Feuerwehr Bochum warnt vor den lebensgefährlichen Strömungen der Ruhr

Insgesamt waren 24 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr mit Führungsdienst und einem Löschfahrzeug an der Kemnader Straße im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort, unterstützt von der DLRG mit einem Rettungsboot sowie einem Einsatz-Quad. Auch die Bochumer Polizei war mit mehreren Streifenwagen beteiligt und hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache offiziell aufgenommen. Die Feuerwehr und die DLRG Bochum weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die erheblichen Gefahren an Fließgewässern wie der Ruhr hin. Strömungen, plötzlich abfallende Uferbereiche sowie kaltes Wasser können auch für geübte Personen schnell lebensbedrohlich werden.

Das Schwimmen in der Ruhr ist lebensgefährlich und wird seitens der Behörden dringend untersagt. Die Experten bitten die Bevölkerung, ausschließlich ausgewiesene und bewachte Badebereiche in der Region zu nutzen. Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich zudem bereits am Freitagmorgen direkt im Bochumer Stadtzentrum. Bei einem Verkehrsunfall am Freitag, 29. Mai, in Bochum-Mitte verletzte sich ein 69-jähriger Bochumer schwer. Der Mann war gegen 9:30 Uhr mit seinem Kraftrad auf dem vielbefahrenen Ostring in Fahrtrichtung Wittener Straße unterwegs.

Schwerer Motorradunfall am Ostring in der Bochumer Innenstadt

In Höhe der Hausnummer 26 kam der Kradfahrer aus bislang ungeklärter Ursache zu Fall. Bei dem Alleinunfall zog sich der 69-jährige Bochumer die schweren Verletzungen auf dem Asphalt zu. Eine herbeigerufene Rettungswagenbesatzung versorgte den Verunglückten notmedizinisch und brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Das zuständige Verkehrskommissariat der Polizei Bochum hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

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