Beitrag: Die Zeche Hannover lockt mit prallem Sommerprogramm
Zeche Hannover

Der Sommer hält Einzug auf dem historischen Zechengelände an der Stadtgrenze zwischen Bochum und Herne. Das Industriemuseum bietet im Juni eine gelungene Mischung aus Fotokunst, geschichtlichen Erkundungstouren und dem großen Kultur-Highlight ExtraSchicht.

Das LWL-Museum Zeche Hannover blickt auf einen ereignisreichen Frühsommer. Die eindrucksvolle Kulisse des historischen Malakowturms bildet in den kommenden Wochen den Rahmen für ein abwechslungsreiches Programm, das Kulturbegeisterte, Familien und Hobbyfotografen gleichermaßen anspricht. Neben den laufenden Sonderausstellungen stehen exklusive Exkursionen durch die alten Bergbaukolonien sowie spannende Fotowalks auf dem Veranstaltungsplan.

Fotoexkursionen und auf den Spuren der Bergleute

Bereits am Samstag, 6. Juni 2026, stehen zwei völlig unterschiedliche Touren zur Auswahl, die tiefe Einblicke in die Industriegeschichte des Ruhrgebiets gewähren:

  • 11:00 bis 16:45 Uhr – Fotoexkursion „Industriekultur erleben“: Unter fachlicher Anleitung können Fotobegeisterte die Bergbaugeschichte mit der Kamera erkunden. Als reizvolle Motive dienen der mächtige Malakowturm mit seiner Maschinenhalle, die historische Fördermaschine sowie das weitläufige Freigelände, auf dem sich die Natur die ehemaligen Industrieflächen zurückerobert. Die Teilnahmegebühr beträgt 45,50 Euro. Anmeldungen nimmt die VHS Bochum unter der Kursnummer M58103 entgegen.

  • 15:00 bis 17:30 Uhr – Geschichtstour „Wohnen auf der Seilscheibe“: Diese Rundreise widmet sich dem Alltag der damaligen Bergarbeiterfamilien. Der Weg führt ab den Arbeiterhäusern am Rübenkamp aus dem Jahr 1890 über die Eickeler Kolonie bis zur bekannten Siedlung Dahlhauser Heide. Auch die „Montagehäuser System Schneider“, die als schnelle Reaktion auf die extreme Wohnungsnot der Nachkriegszeit entstanden, werden besichtigt. Die Teilnahme kostet schmale 2,50 Euro.

Fotokunst im Fokus: Von Kohlelogistik bis zu urbanen Wildtieren

Wer das Gelände auf eigene Faust erkunden möchte, dem bieten die zwei aktuellen Sonderausstellungen reichlich Stoff zum Nachdenken und Staunen. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist während der regulären Öffnungszeiten möglich.

Bis zum 4. Oktober 2026 ist die faszinierende Outdoor-Ausstellung „Großstadt Wildnis“ mit Fotografien von Sven Meurs auf dem Freigelände zu sehen. Sie zeigt die heimische Tierwelt aus einer völlig neuen Perspektive: Wildschweine in Berliner Gärten, Füchse im Kölner Zentrum oder Eisvögel in Düsseldorf machen deutlich, wie sich Wildtiere den urbanen Lebensraum zurückerobern. Am Sonntag, 14. Juni 2026, um 16:00 Uhr bietet der Fotograf persönlich einen kostenfreien, rund einstündigen Fotowalk für Familien an und verrät spannende Details zu den Schnappschüssen.

Ergänzend dazu läuft in den Innenräumen bis zum 25. Oktober 2026 die Schau „Der Weg der Kohle“ von Khalil Noé Döring. In 26 teils großformatigen Aufnahmen dokumentiert er die europäische Steinkohlenlogistik von der niederländischen Küste bis ins Revier und rückt die Menschen in den Mittelpunkt, deren Arbeitsalltag eng mit dem Transport und der Verarbeitung des fossilen Brennstoffs verknüpft ist.

ExtraSchicht 2026: Die Nacht der Industriekultur im Juni

Das unbestrittene Highlight des Monats steigt am Samstag, 27. Juni 2026, von 18:00 bis 02:00 Uhr nachts. Im Rahmen der landesweiten ExtraSchicht verwandelt sich die Zeche Hannover in eine stimmungsvolle und bunt illuminierte Freiluftbühne.

Vor dem historischen Malakowturm erwartet die Besucher ein hochkarätiges Programm aus Live-Musik, packender Comedy und virtuoser Kleinkunst. Zudem wird die historische Dampffördermaschine – das Herzstück des Denkmals – zu nächtlicher Stunde für eindrucksvolle Vorführungen in Aktion gesetzt. Für dieses Event gilt ein Sondereintritt; Tickets und alle Infos zum gesamten Revier-Fahrplan gibt es online unter www.extraschicht.de.

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