Beitrag: Solartechnik für Wattenscheid auf dem Dach des Lohrheidestadions
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Ein starkes Zeichen für die Energiewende im Ruhrgebiet erstrahlt ab sofort im neuen Glanz über Wattenscheid. Auf dem Dach des modernisierten Lohrheidestadions wurde die bislang größte städtische Photovoltaikanlage offiziell fertiggestellt.

Unter dem passend strahlenden Kaiserwetter der Solartechnik stellten Vertreter der Stadt Bochum und der Stadtwerke Bochum das zukunftsweisende Großprojekt vor Ort vor. Die Kooperation ist Teil der groß angelegten Strategie „Mission solar – unsere Gebäude haben mehr drauf“, mit der die Kommune ungenutzte Dachpotenziale systematisch aktivieren möchte. Der Betriebsausschuss für Eigenbetriebe tagt heute Nachmittag in der Lorheide, um den aktuellen Photovoltaik-Bericht der Stadt zu beraten. Die gigantische Anlage bildet dabei den jüngsten Meilenstein der nachhaltigen Initiative.

Nachhaltige Energieversorgung und Solarenergie in Bochum Wattenscheid

In den vergangenen Jahren konnten bereits mehr als 58 neue Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden installiert werden. Allein im Jahr 2025 kamen 21 Anlagen hinzu, was das enorme Tempo der lokalen Energiewende verdeutlicht. Das neue Prachtstück auf dem Stadiondach bricht jedoch alle bisherigen Rekorde im Stadtgebiet. „Wir haben hier eine der größten, die größte für die Stadt, für uns als Stadt, mit 996 Kilowatt-Peak“, betont die zuständige Dezernentin Dr. Eva-Maria Hubert begeistert. Große Anlagen wie diese seien für die Stadt besonders erfreulich, da sie sich wirtschaftlich hervorragend rechnen.

Die Energiewende wird durch das Projekt direkt vor den Augen der Bürgerinnen und Bürger greifbar. Die Anlage sorgt nicht nur für sauberen Strom, sondern speist die Energie hocheffizient in das lokale Netz ein. „Künftig werden mit der Anlage rund 780.000 Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr erzeugt. Das reicht rechnerisch aus, um etwa 300 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen“, erklärt Robert Perić, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. Weil der überwiegende Teil des Solarstroms direkt in das öffentliche Netz fließt, profitieren die Menschen und Unternehmen rund um das Stadion unmittelbar.

Höchste Energieeffizienz durch Photovoltaik im Lohrheidestadion

Die rund 2000 verbauten Solarmodule auf dem Dach funkeln keineswegs nur als reines Symbolobjekt. Ein durchdachter Teil der gewonnenen Energie wird direkt im Stadion für die hochmoderne Gebäude-, Wärme- und Kältetechnik eingesetzt. Gekoppelt ist das System mit 38 tiefen Bohrungen für die Geothermie auf dem angrenzenden Feld. Das innovative Konzept spart pro Jahr rund 175 Tonnen CO₂ ein, was den ökologischen Fußabdruck der Sportstätte massiv senkt.

Neben dem Stadionprojekt listet der neue PV-Bericht weitere Großprojekte wie die Heinrich-Böll-Gesamtschule auf. Auch das Verwaltungsgebäude an der Universitätsstraße sowie das Parkhaus Feldmark wurden erfolgreich bestückt. „Im ‚Schmuckkästchen‘ Lohrheidestadion wird Spitzensport mit Spitzentechnik wirtschaftlich verbunden“, bilanziert der Ausschussvorsitzende Dr. Dr. Stefan Jox das Ergebnis. Wer den Ausbau im Stadtgebiet transparent nachverfolgen möchte, kann ab sofort jede einzelne Anlage im offiziellen Geoportal der Stadt Bochum einsehen.

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