
DFB_0081
Feuerwehr (Symbolbild)
Einsatzreicher Wochenstart für die Rettungskräfte: Während am gestrigen Montag ein technischer Lebensretter Schlimmeres in einem Mehrfamilienhaus verhinderte, endete am Wochenende die rücksichtslose Flucht eines Autofahrers an einem Eppendorfer Supermarkt.
Das lange Pfingstwochenende und der gestrige Wochenstart haben die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in Bochum intensiv gefordert. Neben folgenschweren Stürzen von Zweiradfahrern im Stadtgebiet sorgten vor allem ein verrauchtes Treppenhaus und eine wilde Verfolgungsjagd über Stadtgrenzen hinweg für Aufsehen.
Brandereignis am gestrigen Montag: Heimrauchmelder rettet Hausbewohner
Am gestrigen Montagabend, 25. Mai 2026, schlug ein technischer Lebensretter in der Robertstraße rechtzeitig Alarm. Gegen 20:30 Uhr wurden die Löschzüge der Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus gerufen, nachdem ein dort installierter Heimrauchmelder gellend ausgelöst hatte. Dank des lauten Warntons wurden die Hausbewohner frühzeitig gewarnt und konnten das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Retter selbstständig verlassen.
Beim Eintreffen der ersten Einheiten drang bereits leichter Rauch aus dem Treppenraum. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging sofort in die betroffene Wohnung im Bereich der Küche vor, wo eine starke Verrauchung festgestellt wurde. Die Ursache war schnell gefunden: Auf dem eingeschalteten Herd war Essen extrem angebrannt. Die Wohnungsinhaberin erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung; sie wurde nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
Insgesamt 25 Einsatzkräfte der Feuerwachen Innenstadt und Wattenscheid sowie der Freiwilligen Feuerwehr Bochum-Mitte waren bis 21:20 Uhr vor Ort. Die Feuerwehr nimmt diesen Vorfall zum Anlass, an die monatliche Funktionsprüfung per Testtaste sowie die regelmäßige Reinigung und den rechtzeitigen Batteriewechsel der Rauchmelder zu erinnern.
Am Thie gestoppt: 50-jähriger Unfallfahrer flüchtet von Witten nach Bochum
Bereits am Samstagmittag, 23. Mai, kam es zu einer gefährlichen Amok- und Fluchtfahrt. Gegen 12:10 Uhr meldeten geschockte Zeugen über den Notruf 110 den ersten Verkehrsunfall an der Westfalenstraße in Witten. Ein 50-jähriger Wittener hatte dort im Vorbeifahren mehrere geparkte Autos gerammt und war einfach weitergerast. Im weiteren Verlauf gefährdete der Mann durch seine rücksichtslose Fahrweise massiv den Gegenverkehr und beschädigte weitere Fahrzeuge. Als eine Polizeistreife den Wagen stoppen wollte, gab der Fahrer Gas und flüchtete in Richtung Bochum.
Die Flucht endete schließlich rund zehn Kilometer weiter in Bochum-Eppendorf. Zugriffskräfte der Polizei konnten den Raser auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Straße „Am Thie“ überwältigen und festnehmen. Wie durch ein Wunder wurde bei der gesamten Fahrt niemand verletzt. Die Beamten stellten das Unfallauto, den Führerschein sowie das Mobiltelefon des Mannes noch vor Ort sicher. Die Ermittlungen zum Motiv laufen.
Zwei schwere Stürze: Radfahrer in Linden und Hofstede im Krankenhaus
Das Wochenende forderte zudem zwei schwer verletzte Radfahrer nach sogenannten Alleinunfällen ohne Fremdeinwirkung:
-
Unfall in Linden (Sonntag): Gegen 17:50 Uhr war ein 70-jähriger Bochumer mit seinem E-Bike auf der Lewackerstraße in Richtung Dr.-C.-Otto-Straße unterwegs. In Höhe der Hausnummer 129 wollte der Senior auf den Gehweg wechseln. Dabei prallte das Vorderrad im unglücklichen Winkel gegen die Bordsteinkante, woraufhin der Mann schwer stürzte. Er musste per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
-
Unfall in Hofstede (Samstag): Am frühen Samstagabend gegen 18:00 Uhr verunglückte ein 44-jähriger Essener. Er befuhr mit seinem Rennrad den Radweg der Hüller-Bach-Straße. In Höhe der Hausnummer 3 verlor er aus bislang völlig ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Sportrad, kam zu Fall und zog sich ebenfalls schwere Verletzungen zu, die eine stationäre Aufnahme in einer Klinik erforderlich machten. Das Verkehrskommissariat führt in beiden Fällen die Ermittlungen.
