Beitrag: Sechs mutmaßliche Bandeneinbrecher in Bochum und Bergheim gefasst
Einbruch

Ein großer Ermittlungserfolg für die Bochumer Justiz: Das Fachkommissariat zerschlägt eine international agierende Gruppierung. Drei Frauen sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Erfolg für die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Bochum nach monatelanger, akribischer Ermittlungsarbeit: Nach intensiven Ermittlungen des Bochumer Fachkommissariats für Wohnungseinbruch (KK 13) haben Spezialeinsatzkräfte am Donnerstagmorgen, 21. Mai, sechs Personen zeitgleich festgenommen. Die Beschuldigten stehen in dringendem Verdacht, Teil einer international agierenden Einbrecherbande zu sein, die sich auf Beutezüge in Wohngebieten spezialisiert hat.

Europaweit bekannte Täter im Ruhrgebiet und Rheinland aktiv

Den festgenommenen kroatischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 25 und 41 Jahren werden zahlreiche Wohnungseinbrüche im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Last gelegt. Die Tatverdächtigen, die den Sicherheitsbehörden bereits wegen europaweiter Eigentumsdelikte einschlägig bekannt sind, kommen nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler für eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen im Ruhrgebiet sowie im Rheinland infrage. Die Bande ging dabei offenbar professionell und arbeitsteilig vor, um lohnenswerte Objekte auszuspähen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum hatte das zuständige Amtsgericht Bochum im Vorfeld der Aktion mehrere Durchsuchungsbeschlüsse sowie zunächst drei konkrete Haftbefehle erlassen. Der Zugriff erfolgte koordiniert an verschiedenen Objekten: Eine 26-Jährige und eine 31-Jährige aus Bochum-Langendreer sowie eine 41-Jährige aus Bergheim im Rhein-Erft-Kreis wurden verhaftet und gingen direkt in Untersuchungshaft.

Durchsuchungen bringen Bargeld und Beweismittel zutage

Die groß angelegten Razzien am Donnerstagmorgen verliefen aus Sicht der Ermittler äußerst erfolgreich. Bei den umfassenden Wohnungsdurchsuchungen wurden und Bargeld sowie zahlreiche weitere Beweismittel sichergestellt, die nun im Detail ausgewertet werden müssen. Die Beamten erhoffen sich von den gefundenen Gegenständen auch Hinweise auf weitere, bislang noch ungeklärte Straftaten sowie auf mögliche Hehlerstrukturen im Hintergrund.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Bochum zu den genauen Tatorten, den Schadenssummen und weiteren Mittätern dauern unterdessen unvermindert an. Die Ermittlungsbehörden prüfen zudem über das Bundeskriminalamt und Interpol, ob die Bande für ähnliche Delikte im europäischen Ausland verantwortlich zeichnet.

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