Beitrag: Vortrag in Bochum: Warum die Spinne näher ist als gedacht
Christuskirche, links die Evangl. Stadtakademie

Die Evangelische Stadtakademie Bochum widmet sich am kommenden Dienstag einem Tier, das bei vielen Menschen eher Unbehagen als Begeisterung auslöst: der Spinne. Unter dem Titel „Unheimlich nah. Die Spinne – unser häufigstes ‚Haustier‘“ spricht der Historiker und Spinnen-Experte Jan Mohnhaupt am 19. Mai 2026 ab 18.30 Uhr am Westring 26 c über die besondere Beziehung zwischen Mensch und Spinne.

Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion vorgesehen.

Spinnen als ständige Begleiter des Menschen

Während Mensch-Tier-Beziehungen häufig mit Haustieren wie Hunden oder Katzen verbunden werden, rückt der Vortrag eine Tierart in den Mittelpunkt, die den Menschen oft unbemerkt begleitet. Spinnen leben in Wohnungen und Häusern, tauchen in Mythen, Träumen und kulturellen Symbolen auf und haben laut Mohnhaupt die menschliche Vorstellungskraft über Jahrhunderte geprägt.

Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Warum wurde Napoleon Bonaparte mit einer Spinne verglichen? Welche Rolle spielte die christliche Symbolik bei der Entstehung von Spinnenangst? Und weshalb üben Spinnen bis heute eine besondere Faszination aus?

Autor beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Mensch-Tier-Beziehungen

Jan Mohnhaupt, Jahrgang 1983, wuchs in Bochum auf und studierte Geografie und Geschichte in Berlin und Wien. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich publizistisch mit Mensch-Tier-Beziehungen und historischen Perspektiven auf Tiere.

2024 veröffentlichte er das Buch Von Spinnen und Menschen. Eine verwobene Beziehung im Hanser Verlag. Zuvor erschienen bereits seine Werke Tiere im Nationalsozialismus sowie Der Zoo der Anderen.

Besonders authentisch: Der Historiker pflegt nach eigenen Angaben selbst seit fast 30 Jahren Spinnen.

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