Beitrag: VfL Bochum informiert zur Stadionplanung
Informationsveranstaltung zur Stadion-Sanierung des VfL Bochum 1848

(c) Sebastian Sendlak

Mehr Transparenz, aber begrenzte Beteiligung im Verfahren

Der VfL Bochum 1848 hat im Nachgang einer Informationsveranstaltung zur geplanten Sanierung des Vonovia Ruhrstadion eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Darin geht es vor allem um den Ablauf des Vergabeverfahrens, die Beteiligungsmöglichkeiten sowie den weiteren Dialog mit der Fanbasis.

Nach Angaben des Vereins ist die Stadionmodernisierung durch ein öffentliches Vergabeverfahren der städtischen Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft begleitet worden. Ziel sei es gewesen, einen sogenannten Totalunternehmer zu beauftragen, der Planung und Bau aus einer Hand übernimmt. Dadurch sollen Kosten- und Terminsicherheit gewährleistet werden.

Die grundlegenden Vorgaben, darunter eine geplante Kapazität von rund 28.000 Zuschauerplätzen, wurden bereits im April 2024 vorgestellt und bildeten die Basis für die spätere Ausschreibung im Sommer 2025.

Eingeschränkte Beteiligung während des Verfahrens

Während des laufenden Vergabeprozesses sei eine umfassende Einbindung von Fan- oder Interessengruppen rechtlich nicht möglich gewesen. Der VfL verweist dabei auf die Vorgaben des öffentlichen Vergaberechts, insbesondere auf die Gleichbehandlung aller Bieter und die Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs. Eine zu frühe oder detaillierte öffentliche Beteiligung hätte das Verfahren gefährden können.

Mit der Entscheidung für den Planungsansatz der Baugesellschaft Walter Hellmich GmbH im März 2026 sei eine zentrale Weichenstellung erfolgt. Auf dieser Grundlage sei versucht worden, möglichst viele Interessen zu berücksichtigen und die Ergebnisse transparent vorzustellen.

Dialog mit Fans soll fortgesetzt werden

Der VfL betont, dass Rückmeldungen aus der Fanbasis sehr unterschiedlich ausgefallen seien. Während einzelne Aspekte positiv aufgenommen wurden, gibt es auch kritische Stimmen. Diese sollen im weiteren Prozess berücksichtigt werden.

Geplant sind daher weitere Gespräche, unter anderem mit einem neu geschaffenen Fangremium sowie mit besonders betroffenen Gruppen. Ein zentrales Thema wird dabei auch die zukünftige Ticketvergabe unter den Bedingungen einer reduzierten Stadionkapazität sein.

Die Stellungnahme zeigt, dass die Stadionmodernisierung nicht nur ein Bauprojekt ist, sondern auch ein komplexer Abstimmungsprozess zwischen Verein, Stadt, Baugesellschaft und Fans. Während rechtliche Rahmenbedingungen klare Grenzen setzen, bleibt der Anspruch bestehen, den Dialog mit der Anhängerschaft fortzuführen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

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