
Bochum im Spaetherbst 10.12.2020 –
Deutsches Bergbau-Museum (Foto: Sebastian Sendlak)
Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum informiert über neue Online-Tickets, Veranstaltungen und aktuelle Forschung rund um Bergbau, Kultur und Gesellschaft.
Das Deutsches Bergbau-Museum Bochum hat aktuelle Neuigkeiten aus seinem Museumsbetrieb, der Forschung und dem Veranstaltungsprogramm veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei digitale Angebote, neue Veranstaltungsformate und wissenschaftliche Projekte.
Tickets jetzt auch online verfügbar
Ab sofort können Eintrittskarten für das Museum sowie Führungen online gebucht werden. Damit reagiert das Museum auf den Wunsch nach flexibleren und digitalen Serviceangeboten.
Neben dem Online-Kauf bleibt auch die telefonische und E-Mail-Buchung weiterhin möglich. Das Museum setzt damit auf eine Kombination aus digitalem Zugang und klassischem Service.
Veranstaltungen im Mai: Von Bergwerk bis Mitmachaktion
Im Mai stehen mehrere Veranstaltungen auf dem Programm. Dazu gehört unter anderem das Format „Nachts im Bergwerk“ sowie eine Mitmachaktion unter dem Titel „Bunte Erde“, bei der Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden können.
Ein weiteres Angebot richtet sich an Familien und Interessierte, die sich spielerisch mit Themen rund um Bergbau und Natur auseinandersetzen möchten.
Pubquiz verbindet Bergbau und Europa
Ein besonderes Highlight ist das Pubquiz „Von der Zeche bis Erasmus – Europas Wege nach Bochum“. Dabei wird die Geschichte der Stadt als international geprägter Ort in den Mittelpunkt gestellt.
Bochum wird darin als Stadt beschrieben, die seit jeher Menschen aus unterschiedlichen Ländern verbindet – von Bergleuten über Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter bis hin zu Studierenden im Erasmus-Programm.
Das Quiz findet am 28. Mai im Museumsbereich „Das Kumpels“ statt und wird von einem DJ-Warm-up begleitet. Teams treten in mehreren Runden gegeneinander an, begleitet von Moderation, Snacks und Preisen.
Forschung zu Ressourcen und gesellschaftlichem Wandel
Auch im wissenschaftlichen Bereich gibt es Neuigkeiten: Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Resources in Transformation“ (ReForm) erhält eine weitere vierjährige Förderphase. Beteiligt ist auch das Bergbau-Museum als Forschungsinstitution für Georessourcen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Rohstoffe verändern und welche Bedeutung sie für gesellschaftliche Entwicklungen haben.
Wissenschaftliche Perspektiven auf Bergbau und Kultur
Weitere Veranstaltungen widmen sich der Verbindung von Religion, Industriegeschichte und Umweltfragen. Ein geplanter Online-Vortrag thematisiert etwa, wie industrielle Vergangenheit in Museen und religiösen Kontexten dargestellt wird.
Ein weiterer wissenschaftlicher Beitrag untersucht das Ruhrgebiet als „dunkle Landschaft“ mit einer belasteten industriellen Vergangenheit und fragt nach Verantwortung und Erinnerungskultur im Umgang mit Ressourcen und Umweltfolgen.
Objekt des Monats: Bernstein als Zeitzeuge
Im Rahmen der Reihe „Objekt des Monats“ wird im Mai ein besonderes Exponat vorgestellt: Bernstein, der sowohl als Schmuckmaterial als auch als wissenschaftliches Archiv prähistorischer Einschlüsse Bedeutung hat.
Das Objekt zeigt, wie Naturmaterialien und moderne Fotografie zu kulturhistorischen Erinnerungsstücken werden können.
Engagement für Gesundheit und Aufklärung
Rückblickend beteiligt sich das Museum auch an der stadtweiten Sepsis-Aufklärungskampagne „Bochum erkennt Sepsis“. In Kooperation mit der Stadt wurden Informationsmaterialien erstellt und verteilt, um die Früherkennung und Prävention der Erkrankung zu stärken.
Damit unterstreicht das Museum seine Rolle als Ort, der nicht nur Geschichte vermittelt, sondern auch gesellschaftliche Themen aufgreift.
