
Bepflanzungs-Aktion vor dem Schauspielhaus
(c) Sebastian Sendlak
Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat das Schauspielhaus Bochum seine Sommer-Saison eingeläutet: Unter dem Motto „Stühle raus, Pflanzen rein!“ wurde der Vorplatz des Theaters kurzerhand in eine kleine grüne Oase verwandelt.
Wo bislang vor allem Beton dominierte, sorgen nun bepflanzte Module für mehr Aufenthaltsqualität – und ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadtgestaltung.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen spezielle Pflanztonnen, die nicht nur optisch auffallen, sondern auch technisch durchdacht sind. Die Behälter speichern Wasser im unteren Bereich und versorgen die Pflanzen automatisch – unterstützt durch Solartechnik. Entwickelt wurde das Konzept von Architekt Sebastian Schnell, der die Idee während der Corona-Zeit in Mannheim erprobte. Die Module sind mittlerweile als Kauf- oder Mietlösung verfügbar und sollen helfen, urbane Räume flexibler zu begrünen.
„Wir wollen den Platz, der bislang eher wie eine Betonwüste wirkte, deutlich aufwerten“, erklärt Marina Konrad, Nachhaltigkeitsmanagerin des Schauspielhauses. Gemeinsam mit Helferinnen und Helfern wurden die Pflanzmodule auf dem Hans-Schaller-Platz installiert. Ziel sei es, nicht nur das Erscheinungsbild zu verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten.
Unterstützung aus der Nachbarschaft
Die Initiative entstand innerhalb der Klima-AG des Hauses. Neben der konzeptionellen Arbeit durch den Architekten wurde das Projekt durch das Schauspielhaus selbst sowie durch Unterstützung aus der Nachbarschaft umgesetzt – darunter die GLS Bank, die sich finanziell beteiligte.
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Für das Theater ist die Pflanzaktion Teil einer größeren Strategie. Das Schauspielhaus arbeitet derzeit intensiv an seiner Nachhaltigkeitsausrichtung und befindet sich nach eigenen Angaben in der finalen Phase der EMAS-Zertifizierung – einem europaweiten Umweltmanagementsystem. Damit sollen ökologische Standards langfristig im Betrieb verankert werden.
Die neuen Pflanzinseln sind somit mehr als nur Dekoration: Sie verstehen sich als Experimentierfeld für eine grünere Stadt. Besucherinnen und Besucher können sich nicht nur über mehr Schatten und Aufenthaltsqualität freuen, sondern bekommen zugleich einen Eindruck davon, wie urbane Räume in Zukunft nachhaltiger gestaltet werden könnten.
