Beitrag: Hunderte bei Mai-Demonstrationen in Bochum
Maikundgebung Bochum

(c) Carina Gödecke

Gewerkschaften, SPD, Jusos und AfA haben am Tag der Arbeit in Bochum für soziale Gerechtigkeit, faire Löhne und Arbeitnehmerrechte demonstriert.

Am 1. Mai haben in Bochum zahlreiche Menschen an Demonstrationen und Kundgebungen zum Tag der Arbeit teilgenommen. Gewerkschaften sowie politische Organisationen wie die SPD Bochum, die Jusos und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) riefen gemeinsam zur Teilnahme auf.

Die Veranstaltungen begannen am Vormittag mit einem Auftakt am Deutschen Bergbau-Museum. Von dort zogen die Teilnehmenden durch die Innenstadt bis zum Rathausplatz, wo die zentrale Kundgebung stattfand. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach guter Arbeit, sozialer Sicherheit und fairen Arbeitsbedingungen.

Demonstrationen und Kundgebung in der Innenstadt

Bereits am Morgen versammelten sich Demonstrierende am Bergbaumuseum. Neben einem klassischen Demonstrationszug zu Fuß gab es auch eine Fahrraddemo mit Start an der Springorumallee.

Die zentrale Kundgebung begann anschließend auf dem Willy-Brandt-Platz beziehungsweise dem Rathausvorplatz. Dort setzten die Teilnehmenden nach Angaben der Veranstalter ein Zeichen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit.

Die SPD-Ratsfraktion erklärte im Anschluss, der 1. Mai mache deutlich, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt sei – sowohl in Bochum als auch darüber hinaus.

SPD, Jusos und AfA rufen zu Solidarität auf

In ihren Aufrufen betonten SPD Bochum, Jusos und AfA insbesondere die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen und eines bezahlbaren Lebens. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wollten die Organisationen auf die Straße gehen, um auf aktuelle soziale und wirtschaftliche Herausforderungen aufmerksam zu machen.

In den Redebeiträgen und Veröffentlichungen standen klassische Arbeitnehmerrechte wie faire Löhne, Mitbestimmung und soziale Absicherung im Mittelpunkt. Auch Beschäftigte in Ausbildung, Care-Arbeit und unterschiedlichen Branchen wurden ausdrücklich angesprochen.

AfA Bochum fordert Erhalt des Acht-Stunden-Tags

Parallel zum Tag der Arbeit machte die AfA Bochum auf einen neuen Antrag für den kommenden Parteitag der SPD Bochum aufmerksam. Die Arbeitsgemeinschaft spricht sich darin klar gegen eine Abschaffung oder Aufweichung des gesetzlichen Acht-Stunden-Tags aus.

Nach Ansicht der AfA bleibt die tägliche Höchstarbeitszeit ein wichtiger Schutzmechanismus für Beschäftigte. Eine reine Wochenarbeitszeitregelung würde den bestehenden Schutz deutlich schwächen.

Die Arbeitsgemeinschaft verweist dabei insbesondere auf den Gesundheits- und Arbeitsschutz. Lange Arbeitszeiten erhöhten das Risiko psychischer und körperlicher Belastungen sowie von Arbeitsunfällen.

Flexible Arbeitszeiten nur mit Mitbestimmung

Gleichzeitig zeigt sich die AfA offen für flexible Arbeitszeitmodelle – allerdings nur unter klaren Bedingungen. Aus Sicht der Organisation sollten solche Regelungen gemeinsam mit Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräten ausgehandelt werden.

Dadurch könne sichergestellt werden, dass betriebliche Flexibilität nicht zulasten der Beschäftigten gehe. Gerade angesichts von Digitalisierung und Homeoffice müsse die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin geschützt bleiben.

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